{"id":45320,"date":"2026-06-25T14:21:37","date_gmt":"2026-06-25T12:21:37","guid":{"rendered":"https:\/\/investx.fr\/de\/2026\/06\/25\/goldman-sachs-700-milliarden-ipo-aktienmarkt\/"},"modified":"2026-06-25T14:21:41","modified_gmt":"2026-06-25T12:21:41","slug":"goldman-sachs-700-milliarden-ipo-aktienmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/investx.fr\/de\/krypto-news\/goldman-sachs-700-milliarden-ipo-aktienmarkt\/","title":{"rendered":"Goldman Sachs: 3 Gr\u00fcnde, warum 700 Milliarden Dollar an IPOs den Aktienmarkt nicht fluten werden"},"content":{"rendered":"\n

Die Angst vor einer Flut neuer Aktienemissionen besch\u00e4ftigt Investoren seit mehreren Monaten. Goldman Sachs<\/strong> setzt sich gegen diese vorherrschende Stimmung durch und liefert eine dreiteilige Analyse, um die Bef\u00fcrchtungen zu zerstreuen.<\/p>\n\n\n\n

Ben Snider<\/strong>, leitender US-Aktienstratege bei Goldman Sachs<\/strong>, erkl\u00e4rt, dass diese Sorge sogar gr\u00f6\u00dfer sei als jene rund um KI oder das makro\u00f6konomische Umfeld \u2014 und dennoch unbegr\u00fcndet. Hier ist der Grund daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n

700 Milliarden Dollar an IPOs: ein Rekordwert, aber mit Augenma\u00df<\/h2>\n\n\n\n
\"IPO-Unterlagen<\/figure>\n\n\n\n

Goldman Sachs<\/strong> prognostiziert rund 700 Milliarden Dollar an Aktienemissionen im Jahr 2025<\/strong>, bestehend aus IPOs<\/strong> und Folgeemissionen (Follow-on Issuances). Ein Betrag, der in absoluten Zahlen einen historischen Rekord darstellt. Dennoch relativiert Ben Snider sofort: Gemessen an der Gesamtmarktkapitalisierung des US-Aktienmarkts<\/strong> entspricht dieser Betrag lediglich rund 1 % des Marktes<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n

Diese Quote liegt nicht nur unter dem langfristigen historischen Durchschnitt, sondern bewegt sich auf dem Niveau der Jahre 2015 bis 2019 \u2014 einer Periode, die als stabil und gesund f\u00fcr die M\u00e4rkte gilt. Anders ausgedr\u00fcckt: Der Kuchen ist so stark gewachsen, dass der Anteil der neuen Emissionen proportional bescheiden bleibt.<\/p>\n\n\n\n

Der Stratege betont zudem, dass die Anzahl der Transaktionen im historischen Normbereich liegt<\/strong>, auch wenn ihr Einzelwert h\u00f6her ist. Es sind einige wenige Mega-IPOs, die die Gesamtsumme in die H\u00f6he treiben \u2014 keine Explosion beim Volumen der eingereichten Dossiers.<\/p>\n\n\n\n

Aktienr\u00fcckk\u00e4ufe absorbieren den Druck noch vor den Investoren<\/h2>\n\n\n\n

Das dritte Argument von Goldman Sachs<\/strong> ist m\u00f6glicherweise das strukturell bedeutsamste: Die Unternehmensnachfrage nach Aktien bleibt massiv gr\u00f6\u00dfer als das Angebot<\/strong>. US-amerikanische Unternehmen d\u00fcrften im Jahr 2025 die Marke von 1.000 Milliarden Dollar an Aktienr\u00fcckk\u00e4ufen (Buybacks)<\/a> \u00fcberschreiten<\/strong> \u2014 ebenfalls ein Rekordniveau.<\/p>\n\n\n\n

Dieser Mechanismus wird in der Analyse von Marktfl\u00fcssen h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt. Noch bevor Investmentfonds, Hedgefonds oder Privatanleger auch nur eine einzige neue Emission absorbieren m\u00fcssen, kaufen die Unternehmen selbst ihre eigenen Aktien in einem Tempo zur\u00fcck, das das Volumen der neu ausgegebenen Titel bei Weitem \u00fcbersteigt. Das Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht<\/strong> bleibt damit strukturell g\u00fcnstig.<\/p>\n\n\n\n

F\u00fcr Krypto-Investoren, die es gewohnt sind, On-Chain-Flows und Token-Burn-Mechanismen zu beobachten, ist diese Logik vertraut: Wenn die Angebotsvernichtung die Neusch\u00f6pfung \u00fcbersteigt, l\u00e4sst der Verkaufsdruck mechanisch nach. Buybacks spielen an den traditionellen M\u00e4rkten eine analoge Rolle.<\/p>\n\n\n\n

Was das f\u00fcr die globale Marktstimmung bedeutet<\/h2>\n\n\n\n

Die Analyse von Goldman Sachs<\/strong> erscheint in einem Umfeld, in dem die Marktstimmung<\/strong> bei risikobehafteten Anlagen fragil bleibt \u2014 Krypto<\/a> eingeschlossen. Die Korrelation zwischen Aktienm\u00e4rkten und Kryptow\u00e4hrungen<\/strong> hat sich in den vergangenen Jahren verst\u00e4rkt, insbesondere in Phasen von Liquidit\u00e4tsstress. Eine Stabilisierung des Aktienmarkts reduziert daher mechanisch den Druck auf digitale Assets.<\/p>\n\n\n\n

Wenn IPOs<\/strong> die verf\u00fcgbare Liquidit\u00e4t nicht so stark abziehen, wie manche bef\u00fcrchten, verbleibt mehr freies Kapital, das sich in alternative Anlageklassen verlagern kann \u2014 darunter Bitcoin<\/a><\/strong> und Altcoins. Das Szenario einer globalen Liquidit\u00e4tsaustrocknung<\/strong> durch neue Emissionen scheint damit von einem der einflussreichsten Akteure an der Wall Street<\/strong> vom Tisch gewischt zu sein.<\/p>\n\n\n\n

Es bleibt abzuwarten, ob die Marktentwicklung diese These in den kommenden Quartalen best\u00e4tigen wird \u2014 insbesondere dann, wenn sich das makro\u00f6konomische Umfeld verschlechtert oder die Langfristzinsen wieder anziehen.<\/p>\n\n\n\n

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