Binance, Wintermute und Trump: Verursachten sie den Krypto-Crash am 10. Oktober?
Am 10. Oktober 2025 wurde ein beispielloser Tag für den Kryptomarkt verzeichnet, mit einem Liquidationsvolumen von 19 Milliarden US-Dollar innerhalb weniger Stunden. Binance, der Market Maker Wintermute und eine bahnbrechende Ankündigung von Donald Trump stehen im Mittelpunkt dieses Ereignisses.
Angepasst von 13 Oktober 2025 am 15:35 von Gaston Cuny
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Wintermute: Ein 700-Millionen-Transfer, der unbemerkt blieb
Der erste Dominostein, der fiel, trägt die Handschrift von Wintermute, einem der wichtigsten Market Maker der Branche und einem großen Liquiditätsanbieter für Binance. Laut den vom Trader Hanzo geteilten Daten übertrug Wintermute 700 Millionen Dollar an Binance, nur wenige Stunden vor dem Zusammenbruch. Diese Bewegung umfasste 200 Millionen Dollar in Bitcoin, eine kolossale Summe, die die Marktbeobachter hätte alarmieren müssen.
Dieser massive Transfer entzog diskret Liquidität aus den Orderbüchern zum kritischsten Zeitpunkt. Als sich der Verkaufsdruck intensivierte, verschwanden die üblichen Support-Mauern einfach. Die Trader standen vor einer gähnenden Leere in den Orderbüchern, die eine normale Korrektur in einen unkontrollierbaren freien Fall verwandelte.
Die Synchronisation zwischen diesem Liquiditätsentzug und dem darauffolgenden Zusammenbruch wirft berechtigte Fragen zur Koordination institutioneller Akteure auf. Market Maker spielen eine entscheidende Rolle für die Preisstabilität, und ihr plötzlicher Rückzug kann extrem fragile Marktbedingungen schaffen.
Binance: Ein ausgenutztetes Margin-System und katastrophale technische Ausfälle
Das Chaos verstärkte sich bei Binance mit dem, was wie eine systematische Ausnutzung der Schwachstellen des Unified Account Systems aussieht. Martin Hiesboeck, Marktexperte bei Uphold, identifizierte Manipulationen bei mehreren Collateral-Assets, insbesondere bei USDe, wBETH und BNSOL. Diese Manipulationen lösten fast eine Milliarde Dollar an Zwangsliquidationen aus.
Die On-Chain-Daten zeigen eine spektakuläre Anomalie: Der Preis von USDe bei Binance fiel auf 0,65 Dollar, während er sich auf konkurrierenden Plattformen über 0,90 Dollar hielt. Diese Preisabweichung von mehr als 25% bei einem Stablecoin, der die Parität zum Dollar aufrechterhalten soll, illustriert ein großes Versagen der Marktmechanismen.
Die technischen Ausfälle verwandelten eine Korrektur in eine Katastrophe. Stop-Loss– und Limit-Orders froren ein und ließen nur noch automatische Liquidationen zu. Zwischen 23:00 und Mitternacht wurden Tausende von Bitcoins in wenigen Minuten verkauft, ohne dass Trader reagieren konnten. Bei 108.000 Dollar kapitulierten die Liquiditätsanbieter und gaben jede Verteidigung der Preisniveaus auf. Einige Altcoins verloren in wenigen Stunden bis zu 80% ihres Wertes und löschten monatelange Gewinne aus.
Trump gießt Öl ins Feuer mit seinen Zöllen
Das Timing der präsidialen Ankündigung zu Zöllen von 100% auf chinesische Importe wirkte wie ein Panikbeschleuniger. Diese Erklärung ließ zunächst die traditionellen Aktienmärkte abstürzen, bevor der Ansteckungseffekt die Kryptowährungen mit voller Wucht traf.
Verdacht auf Insiderhandel kam schnell auf. Mehrere Trader meldeten verdächtige Bewegungen bei Wallets, die möglicherweise mit Trumps Umfeld in Verbindung stehen, mit massiven Token-Verkäufen kurz vor der offiziellen Ankündigung. Diese Anschuldigungen, obwohl unbestätigt, befeuern Debatten über Transparenz und Integrität der Krypto-Märkte angesichts politischer Einflüsse.
Dieser Zusammenbruch vom 10. Oktober offenbart die strukturellen Schwachstellen zentralisierter Börsen. Die Kombination aus Manipulation der Margin-Systeme, koordinierten Liquiditätsentzügen und technischen Ausfällen setzt Trader großen systemischen Risiken aus. Die Volumenkonzentration auf wenigen Plattformen schafft einzigartige Ausfallpunkte, wo Störungen eine gesunde Korrektur in einen totalen Kollaps verwandeln können.
Gaston ist seit über sieben Jahren Redakteur und seit 2020 ein großer Kryptowährungsfan. Er liebt es, in diesem Ökosystem zu navigieren und möchte nun sein Wissen und seine Fundstücke über InvestX teilen.
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