Bitcoin: 5 Warnsignale, die einen Bärenmarkt auslösen könnten
Bitcoin unter Druck: 5 technische und On-Chain-Signale deuten auf einen möglichen Bärenmarkt hin. Jetzt die Analyse lesen!
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Das makroökonomische Klima hat sich in den letzten 24 Stunden drastisch eingetrübt. Die Ankündigung von Präsident Trump über neue Strafzölle gegen mehrere Länder der Europäischen Union hat eine Schockwelle auf den Finanzmärkten ausgelöst. Bitcoin (BTC), der oft mit risikoreichen Assets (Risk-On) korreliert, blieb nicht verschont und verzeichnete einen Rückgang von fast 2,5 % auf 92.663 $.
Diese Korrektur erfolgt, während der Markt noch die massiven Liquidationen von Long-Positionen verdaut – mehr als 680 Millionen Dollar sind an einem Tag in Rauch aufgegangen. Die Anleger scheinen sich in Richtung Cash und Gold zurückzuziehen und verlassen vorübergehend die digitalen Assets. Allerdings könnte der aktuelle Rückgang das Vorspiel zu einer tieferen Bewegung sein, die durch fünf besorgniserregende technische Signale gerechtfertigt wird.
Dies ist zweifellos das am meisten beobachtete technische Signal von Ichimoku-Tradern. Ein bärischer „Kumo Twist“ bildet sich gerade auf der wöchentlichen Zeitebene (Weekly). Dieses Phänomen tritt auf, wenn sich die beiden vorauseilenden Linien der Ichimoku-Wolke (Senkou Span A und B) kreuzen und eine potenzielle Trendumkehr anzeigen.
Historisch gesehen sollte dieses Signal nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In früheren Zyklen gingen ähnliche Twists brutalen Korrekturphasen voraus, die manchmal Drawdowns (Rückgänge) von bis zu 60 oder 70 % nach sich zogen. Sollte sich dieses Signal beim Wochenschluss bestätigen, würde es einen Übergang von einer bullischen Struktur zu einer Dominanz der Verkäufer (Bears) validieren.
Eine weitere Säule der langfristigen technischen Analyse: der gleitende 365-Tage-Durchschnitt. Dieser Indikator fungiert oft als ultimative Demarkationslinie zwischen einem Bull Run und einem Bear Market. Zum ersten Mal seit Anfang 2022 droht der Bitcoin-Kurs sich dauerhaft unter diesem kritischen Niveau einzurichten.
Ein bestätigter Bruch dieses dynamischen Supports deutet darauf hin, dass der Grundtrend, der den Markt seit zwei Jahren getragen hat, gebrochen ist. Solange der Preis nicht mit Volumen über diesen Durchschnitt zurückkehrt, dürfte jede Erholung als „Dead Cat Bounce“ (Katzenhüpfer) vor einer neuen bärischen Bewegung betrachtet werden.
Die On-Chain-Daten offenbaren eine strukturelle Anomalie: Während der BTC-Preis historisch hoch bleibt (nahe 90k-100k $), bricht die reale Nachfrage ein. Der Indikator für „sichtbare Nachfrage“ zeigt, dass neue Käufer rar werden.

Diese Divergenz ist typisch für Distributionsphasen. Der Markt steigt oder stagniert aufgrund von Trägheit und Hebel, aber ohne frische Kapitalzuflüsse (Spot) zur Unterstützung der Preise. Wenn diese Divergenz ihren Höhepunkt erreicht, korrigiert der Markt oft heftig, um ein Preisniveau zu erreichen, bei dem die organische Nachfrage wieder auftaucht. Derzeit befindet sich Bitcoin noch deutlich in der Bear-Market-Zone.
Das vierte Signal betrifft die institutionellen Zuflüsse. Die amerikanischen Bitcoin Spot ETFs, die der Hauptmotor des Anstiegs in 2024 und 2025 waren, zeigen besorgniserregende Ermüdungserscheinungen. Nach einer Beschleunigung Ende 2025 verlangsamen sich die Nettozuflüsse (Inflows) erheblich oder kehren sich an manchen Tagen sogar um.
Schließlich schrumpft die globale Liquidität des Kryptomarktes. Die Altcoins, die volatiler sind, leiden stärker unter diesem Liquiditätsrückzug, was den Markt besonders anfällig für Liquidationskaskaden macht. Ohne die Unterstützung der Institutionellen über die ETFs ist Bitcoin der Nervosität der Retail-Trader und makroökonomischen Schocks ausgesetzt.
Die Konvergenz dieser fünf Signale – Kumo Twist, Bruch des MA365, Nachfragedivergenz, ETF-Ermüdung und Liquiditätskrise – zeichnet ein vorsichtiges Bild für Ende Januar 2026. Das Niveau von 90.000 $ erscheint nun als letztes psychologisches und technisches Bollwerk vor einer potenziellen bärischen Beschleunigung in Richtung der 80.000 $-Zone. Die bullische Trendlinie erhöht die Chancen einer Rückkehr von Bitcoin zum Order Block und dem POC bei 87.000 $, während zahlreiche Longs darunter liquidiert werden müssen.

Dennoch bleibt der Kryptomarkt unberechenbar. Eine geopolitische Entspannung oder eine überraschende Ankündigung einer Zentralbank könnte dieses bärische Szenario entkräften. Die Trader werden den Wochenschluss genau beobachten: Kann Bitcoin seinen Trend retten oder treten wir offiziell in den Kryptowinter 2026 ein?
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Charles Ledoux ist ein Experte für Bitcoin und neue Blockchain-Technologien. Er hat sein Studium an der Crypto Academy abgeschlossen und ist seit über einem Jahr auch als Bitcoin-Miner aktiv. Er hat zahlreiche Masterclasses verfasst, um Neueinsteiger in der Branche zu schulen, und mehr als 2000 Artikel geschrieben. Nun möchte er seine Leidenschaft für Krypto durch seine Artikel für InvestX weitergeben.
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