Rezessions-Alarm: Dieses Öl-Signal sagte alle Börsencrashs seit 1987 voraus
Das Öl signalisiert eine mögliche Rezession! Erfahren Sie, ob der Krypto-Markt, wie Bitcoin, von einem bevorstehenden Börsencrash betroffen sein könnte.
Das Öl signalisiert eine mögliche Rezession! Erfahren Sie, ob der Krypto-Markt, wie Bitcoin, von einem bevorstehenden Börsencrash betroffen sein könnte.
Dieser Indikator ist ebenso unbekannt wie gnadenlos. Die 12-Monats-Veränderungsrate (Rate of Change, ROC) von Rohöl liegt derzeit bei 91 %, nur knappe neun Prozentpunkte von der kritischen Schwelle von 100 % entfernt. Laut dem Analysten und Trader Jack Prandelli folgte in den letzten vierzig Jahren jedes Mal ein Börsencrash, wenn diese Kennzahl diese verhängnisvolle Marke überschritten hat.
Dieses Muster hat sich bereits fünfmal bestätigt: beim Crash von 1987, dem Ölschock von 1990, dem Platzen der Dotcom-Blase, der Finanzkrise 2008 und zuletzt während des Bärenmarkts von 2022. Heute, angesichts der drohenden Schließung der Straße von Hormus und der Eskalation des Konflikts im Nahen Osten, schießen die Preise für das schwarze Gold in die Höhe. Sie drohen, diese Schallmauer zu durchbrechen und eine Schockwelle an den Finanzmärkten auszulösen.
Die aktuelle makroökonomische Lage lässt nur wenig Raum für Optimismus. Larry Fink, der CEO von BlackRock, warnte kürzlich, dass ein Barrelpreis von annähernd 150 US-Dollar die Welt unweigerlich in eine globale Rezession stürzen würde. Eine derartige Explosion der Energiekosten zerstört die Nachfrage, erstickt die Volkswirtschaften und treibt Investoren dazu, massiv aus Risiko-Assets zu flüchten.
Für den Kryptomarkt ist eine Explosion der Ölpreise traditionell ein bearishes Signal. Teurere Energie treibt zwangsläufig die Inflation an und zwingt die US-Notenbank (Fed), die Zinsen länger als erwartet auf einem hohen Niveau zu halten. Die Hoffnungen auf eine geldpolitische Lockerung schwinden. Das entzieht dem Markt genau die Liquidität, die er dringend benötigt, um einen echten Bullrun. zu starten.
In diesem angespannten Umfeld befindet sich Bitcoin (BTC) an einem Scheideweg. Während einige Investoren hoffen, dass er angesichts der geopolitischen Instabilität als sicherer Hafen fungiert, lässt die historische Korrelation von Kryptowährungen mit Technologieaktien ein heftiges Retracement befürchten. Sollte der traditionelle Markt unter dem Gewicht der Rezession kapitulieren, könnten Kryptowährungen einem massiven Verkaufsdruck ausgesetzt sein, der die Altcoins in einen rasanten Absturz reißt. In einem optimistischeren Szenario könnte Bitcoin jedoch noch viele Monate lang unter der Marke von 80.000 $ konsolidieren, wahrscheinlich bis zum Jahresende.
Allerdings ist der Kryptomarkt für seine unerwarteten Wendungen bekannt. Eine zunehmende institutionelle Adaption oder ein allgemeiner Vertrauensverlust in Fiatwährungen könnte einen überraschenden bullishen Breakout auslösen. Im vergangenen Jahr erlebte Bitcoin genau im April seine Trendwende.
Die Geschichte zeigt uns, dass die Finanzmärkte angesichts einer schweren Energiekrise letztendlich immer einknicken. Da die ROC von Öl gefährlich nahe an der roten Zone kratzt, war die Wahrscheinlichkeit einer globalen Korrektur seit 2022 nicht mehr so hoch. Die Investoren fahren auf Sicht, hin- und hergerissen zwischen der Angst vor einem drohenden Zusammenbruch und der Hoffnung auf eine Rallye in letzter Minute.
Laut dem Analysten NoLimit rückt die zweite Welle der Abwärtsbewegung an den Märkten näher. Er verweist auf die historische Entwicklung der CAPE-Ratio bei Aktien, die zur absoluten Vorsicht mahnt. Das CAPE misst, wie teuer Aktien im Verhältnis zu den durchschnittlichen, inflationsbereinigten Gewinnen der letzten 10 Jahre sind. Mit einem aktuellen Wert von rund 40x befinden wir uns in einem extrem hohen Bereich, nahe dem Höhepunkt der Dotcom-Blase im Jahr 2000 und höher als vor den meisten anderen historischen Crashs.
Diese Preisexplosion des schwarzen Goldes, das seit Jahresbeginn um mehr als 80 % gestiegen ist, wirkt somit wie ein regelrechter Inflationsschock: Sie stärkt den US-Dollar, verschiebt den Zeitpunkt für mögliche Zinssenkungen der Fed weiter in die Zukunft und belastet die globale Liquidität, was Risiko-Assets massiv unter Druck setzt.
Die Frage ist längst nicht mehr, ob der Ölpreis die Wirtschaft treffen wird, sondern vielmehr, wie das Kapital in diesem Sturm umgeschichtet wird. Wird es Bitcoin gelingen, sich als ultimatives digitales Gold zu behaupten, oder wird er das gleiche Schicksal erleiden wie traditionelle Aktien? Ist es angesichts dieser enormen Unsicherheit nun an der Zeit, Gewinne abzusichern, oder sollte man in Vorbereitung auf den nächsten Zyklus aggressiv akkumulieren?
Quellen:
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Charles Ledoux ist ein Experte für Bitcoin und neue Blockchain-Technologien. Er hat sein Studium an der Crypto Academy abgeschlossen und ist seit über einem Jahr auch als Bitcoin-Miner aktiv. Er hat zahlreiche Masterclasses verfasst, um Neueinsteiger in der Branche zu schulen, und mehr als 2000 Artikel geschrieben. Nun möchte er seine Leidenschaft für Krypto durch seine Artikel für InvestX weitergeben.
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