Ölpreis explodiert auf 105 $: Was bedeutet das für Bitcoin?
Der Ölpreis steigt auf 105$. Historisch gab es Verbindungen zu Krypto-Crashs. Droht Bitcoin (BTC) eine Korrektur? Jetzt mehr erfahren!
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Der Finanzmarkt hält den Atem an. Am Montag sprang der Preis für WTI-Rohöl um 5,3 % in die Höhe und kratzte an der Marke von 105 $ pro Barrel – ein Niveau, das seit 2022 nicht mehr erreicht wurde. Infolgedessen schloss der Nasdaq mit einem Minus von 0,75 % und der S&P 500 gab um 0,4 % nach. Währenddessen gab der Bitcoin seine morgendlichen Gewinne wieder ab und fiel auf rund 66.500 $ zurück. Bei Krypto-Tradern weckt diese Zahl böse Erinnerungen.
Historische Daten zeigen, dass die Schwelle von 105 $ beim WTI in den darauffolgenden Wochen mit Bitcoin-Korrekturen von 14 bis 27 % einherging. Im Juni 2014, nach dem Vormarsch des Islamischen Staates im Irak, erlitt der BTC in weniger als zehn Wochen eine Korrektur von 21 %. Im Mai 2022, infolge des europäischen Embargos gegen russisches Öl, verzeichnete Bitcoin innerhalb von sieben Tagen einen Crash von 27 %. Dies stürzte den Vermögenswert in einen 19-monatigen Bear Market, bevor er die Marke von 39.700 $ zurückerobern konnte.

Heute pendelt der Bitcoin-Preis zwischen 67.400 $ und 67.500 $. Ein ähnlicher Rückgang von 27 % würde den Vermögenswert unter die kritische Marke von 50.000 $ drücken. Die technischen Indikatoren wie der RSI und der MACD zeigen eine Zögerlichkeit der Käufer angesichts dieses makroökonomischen Drucks.

Auch wenn ein Ölpreis von 105 $ als Bearish-Signal wahrgenommen wird, reichen drei Vorkommnisse in zwölf Jahren nicht aus, um eine absolute Korrelation zu beweisen. Andere systemische Faktoren spielten in diesen Abwärtszyklen eine weitaus verheerendere Rolle. Die Liquidation der Plattform Mt. Gox im Februar 2014 und die Implosion des Terra-Luna-Ökosystems im Mai 2022 waren höchstwahrscheinlich die wahren Katalysatoren für die anhaltenden Bear Markets.
Die Korrelation zwischen Bitcoin und Tech-Aktien erreicht derzeit 0,9 – ein extrem hohes Niveau. Damit das Narrativ des „digitalen Goldes“ die Oberhand gewinnt, müsste diese Korrelation über 30 Tage hinweg unter 0,5 fallen, was eine strukturelle Entkopplung signalisieren würde. Die kritische Schwelle wäre ein Verbleib des Ölpreises über 110 $. Auf diesem Niveau könnte der Inflationsdruck eine Kapitalrotation in sichere Häfen auslösen, wozu potenziell auch der Bitcoin zählen könnte.
Die US-Notenbank Federal Reserve liefert jedoch ein beruhigendes Element: Jerome Powell erklärte, dass die Zentralbank „über den kurzfristigen, mit dem Iran verbundenen Ölschock hinausblicke“, da die Inflationserwartungen „gut verankert“ blieben. Diese Kommentare trugen dazu bei, den Anleihemarkt zu beruhigen.
In einem bärischen Szenario zeigen die Daten: Als der Ölpreis Anfang März 2026 120 $ pro Barrel erreichte, wurden innerhalb von 24 Stunden 94.058 Trader liquidiert, was zu Gesamtverlusten von 364,4 Millionen Dollar führte. Da die traditionellen Märkte am Wochenende geschlossen waren, war Krypto der einzige liquide Vermögenswert, der für Panikverkäufe zur Verfügung stand. Das Verkaufsvolumen sprang dabei in nur einer Stunde um 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe.
Die Zone um 60.000 $ stellt das erste große Sicherheitsnetz dar, falls die 65.000 $ nachgeben sollten. Im Gegensatz dazu würde ein Tagesschlusskurs über 69.000 $ die Aufwärtsdynamik neu entfachen und den Weg für eine Rückkehr zum ATH ebnen. Die Trading-Volumina werden entscheidend sein, um die eine oder andere Richtung zu bestätigen.
Die Korrelation zwischen Öl und Bitcoin ist nicht direkt, sondern indirekt: Wenn der Ölpreis steigt, zieht er Spekulanten an, die sich vom Bitcoin abwenden und sogar BTC verkaufen könnten, um WTI-Futures-Kontrakte zu kaufen. Es handelt sich um eine emotionale und spekulative Korrelation, die eher intermittierend als systematisch auftritt.
Was wirklich zählt, ist die makroökonomische Transmissionskette: Ein hoher Ölpreis heizt die Inflation an, was die Fed dazu zwingt, an restriktiven Zinssätzen festzuhalten. Dies verknappt die Liquidität und belastet mechanisch alle Risikoanlagen. Jake Ostrovskis von Wintermute bringt es auf den Punkt: Ein Brent-Preis, der sich über 80 $ hält, macht Zinssenkungen der Fed vor Mitte 2026 unmöglich – und genau das ist das wahre Risiko für Altcoins und den Bitcoin.
Die historische Korrelation mit der 105 $-Marke verdient Aufmerksamkeit, ohne jedoch Panik auszulösen. Der Markt hat seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Ölschocks mehrfach unter Beweis gestellt, vorausgesetzt, dass keine anderen systemischen Ereignisse – wie ein neues Mt. Gox oder Terra-Luna – die Bewegung verstärken. Die Beobachtung der Chartmuster bei den nächsten Wochenschlusskursen bleibt die Priorität.
Quellen:
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