TAO-Absturz: 15 % Verlust & Skandal um Covenant AI – Was steckt dahinter?
Der TAO-Preis stürzt ab! Covenant AI verlässt Bittensor. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe, technische Analyse und mögliche Szenarien für die Kryptowährung.
Der TAO-Preis stürzt ab! Covenant AI verlässt Bittensor. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe, technische Analyse und mögliche Szenarien für die Kryptowährung.
Am 10. April 2026 erlebte der native Token von Bittensor eine seiner schlechtesten Handelssitzungen der jüngsten Zeit und verlor innerhalb weniger Stunden mehr als 18 %. Hinter dieser brutalen Bewegung verbirgt sich eine Governance-Krise, die die eigentliche Natur des Projekts infrage stellt.
Covenant AI, einer der einflussreichsten Subnetzbetreiber im Bittensor-Ökosystem, hat seinen aufsehenerregenden Ausstieg aus dem Protokoll angekündigt. Sein Gründer, Sam Dare, hat Jacob Steeves, den Mitbegründer des Netzwerks, öffentlich beschuldigt und ihm vorgeworfen, eine zentralisierte Kontrolle über eine Infrastruktur auszuüben, die von sich behauptet, dezentralisiert zu sein.
Diese Art von Reibung ist nicht unbedeutend. Covenant AI machte einen erheblichen Teil der Netzwerkausgabe aus, was dem Betreiber ein echtes Gewicht im Ökosystem verlieh. Wenn ein Akteur dieser Größenordnung das Schiff verlässt und die Tür hinter sich zuschlägt, ist das Signal an den Markt eindeutig: Intern läuft etwas gewaltig schief.
Der Absturz erfolgte unmittelbar und heftig. Der TAO stürzte von seinen jüngsten Höchstständen ab und bewegt sich nun in einer Spanne zwischen 283 $ und 323 $, was einer mittleren Zone von etwa 303 $ entspricht. Diese Bewegung macht auf einen Schlag einen Anstieg von fast 100 % zunichte, der in den vergangenen Wochen aufgebaut wurde.
Das Volumen explodierte im roten Bereich, Long-Positionen wurden kaskadenartig liquidiert und die allgemeine Stimmung schlug in Panik um. Auf den Derivatemärkten drehte die Finanzierungsrate ins Negative, ein klares Zeichen dafür, dass die Shorts kurzfristig die Kontrolle übernommen haben. Um diese Mechanismen besser zu verstehen, erklärt unser Leitfaden zur Krypto-Liquidation im Detail, wie eine solche Kaskade ausgelöst wird.
Auf dem wöchentlichen Timeframe wurde die bullische Struktur, die seit mehreren Monaten Bestand hatte, soeben invalidiert. Der RSI ist unter die Marke von 40 gefallen, der MACD zeigt ein klares bärisches Crossover und der Preis hat mehrere mittelfristige Unterstützungsniveaus durchbrochen, ohne einen überzeugenden Rebound zu finden. Unser Artikel über den RSI-Indikator und der Beitrag zum MACD helfen dabei, diese technischen Signale besser zu verstehen.
Das Niveau von 250 $ gilt unter Analysten einstimmig als nächste wichtige Unterstützungszone. Es handelt sich dabei sowohl um einen technischen Support als auch um eine starke psychologische Schwelle. Sollten die Verkäufer diese Marke durchbrechen, liegen die nächsten Ziele zwischen 173 $ und 200 $, eine Zone, die einem tiefen Retracement des letzten bullischen Impulses entsprechen würde. Um das Lesen von Unterstützungen und Widerständen zu vertiefen, bleiben die Werkzeuge der technischen Analyse unverzichtbar.
Ein Rebound ist nur dann möglich, wenn es dem Preis gelingt, seine verlorenen Niveaus schnell zurückzuerobern und einen soliden Wochenschlusskurs über 340 $ zu verzeichnen. Ohne dies bleibt die Tendenz bärisch.
Über die Technik hinaus stellt sich die Frage nach der tatsächlichen Dezentralisierung des Protokolls. Bittensor präsentiert sich als ein Netzwerk für dezentralisierte künstliche Intelligenz, das es unabhängigen Subnetzen ermöglicht, um TAO-Emissionen zu konkurrieren. Das Versprechen ist stark, aber die Anschuldigungen von Dare werfen ein strukturelles Problem auf: Wenn der Gründer einen ausreichend großen Kontrollhebel behält, um die Entscheidungen des Netzwerks zu beeinflussen, bleibt die Dezentralisierung teilweise theoretisch.
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Web3-Projekt mit hohem Potenzial mit dieser Art von Spannung zwischen ehrgeiziger technischer Vision und der Realität der Governance konfrontiert wird. In diesem Sektor baut sich Vertrauen langsam auf und wird schnell zerstört. Smart Contracts und On-Chain-Governance-Mechanismen sollen genau diese Art von Fehlentwicklungen verhindern, aber ihre Wirksamkeit hängt immer von der Bereitschaft der Gründer ab, sich diesen auch wirklich zu unterwerfen.
Der Absturz des TAO ist heftig, aber nicht zwangsläufig endgültig. Was sich hier abspielt, geht über eine einfache Marktkorrektur hinaus: Es steht die Glaubwürdigkeit des Projekts in Bezug auf sein grundlegendes Versprechen auf dem Spiel.
Das Team von Bittensor muss öffentlich und klar auf die erhobenen Vorwürfe reagieren. Ein Schweigen oder eine vage Kommunikation würde das Misstrauen nur noch verstärken. Umgekehrt könnte eine strukturierte Stellungnahme, gepaart mit konkreten Verpflichtungen zur Governance, den Token schnell stabilisieren. Investoren, die die Entwicklung dieses Falls verfolgen möchten, können unsere spezielle Seite zu Bittensor TAO sowie unseren Leitfaden zum Kauf von TAO konsultieren.
Für bereits positionierte Investoren wird die Zone von 250 $ der wahre Test sein. Für diejenigen, die das Geschehen von außen beobachten, bleibt das Warten auf eine Bestätigung der Stabilisierung vor dem Handeln die vernünftigste Haltung. Krisen schaffen Einstiegspunkte, aber nur dann, wenn der Kern des Problems identifiziert und gelöst ist. Behalten Sie die 6 Fehler, die Sie vermeiden sollten in Zeiten hoher Volatilität im Hinterkopf.
Quellen:
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Spezialisiert auf On-Chain-Trading und die Analyse von Walbewegungen entschlüssele ich Blockchain-Datenströme, um Markttrends zu antizipieren, bevor sie offensichtlich werden.
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