Warum die US-Regierung die Krypto-Branche nach dem Coinbase-Konflikt ins Visier nimmt
Die US-Regierung könnte nach dem Coinbase-Zwist die Krypto-Branche angreifen. Erfahren Sie, warum und welche Auswirkungen das hat. Jetzt lesen!
Die US-Regierung könnte nach dem Coinbase-Zwist die Krypto-Branche angreifen. Erfahren Sie, warum und welche Auswirkungen das hat. Jetzt lesen!
Es entbrennt ein regelrechter Machtkampf zwischen den Tech-Giganten und der Politik. Während der Markt endlich auf eine gesetzliche Klarstellung zur Unterstützung des nächsten Bull Runs hoffte, haben sich die Kräfteverhältnisse umgekehrt. Laut Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, droht das Weiße Haus schlichtweg damit, den Gesetzentwurf zur Marktstruktur im Krypto-Bereich fallen zu lassen.
Der Grund? Coinbase, ein unverzichtbarer Akteur für die Glaubwürdigkeit jeder amerikanischen Regulierung, hat seine Unterstützung für den Gesetzestext zurückgezogen. Für Brian Armstrong und sein Team ist der aktuelle Kompromiss nicht mehr akzeptabel. Ohne die Zustimmung der Industrie ist die Regierung der Ansicht, dass der Gesetzentwurf seine politische Legitimität und praktische Wirksamkeit verliert.
Diese Kehrtwende schafft ein bearishes Klima auf institutioneller Ebene. Die Investoren, die einen klaren Rahmen zur Förderung der Massenadoption erwartet hatten, stehen nun vor einem anhaltenden Rechtsvakuum. Sollte das Projekt aufgegeben werden, könnte die SEC (Securities and Exchange Commission) ihre Politik der Regulierung durch Sanktionen fortsetzen, ein Szenario, das die Industrie um jeden Preis vermeiden will.
Der Teufel steckt im Detail, und im Fall des CLARITY Act sind die Details explosiv. Coinbase hat nicht aus einer Laune heraus die Tür zugeschlagen. Die Exchange hat drei existenzielle Bedrohungen in der letzten Fassung des Textes identifiziert, die die Innovation in den Vereinigten Staaten hätten ersticken können.
Erstens würde der Gesetzentwurf strenge Beschränkungen für die Dezentralisierte Finanzwelt (DeFi) auferlegen. Indem Protokolle wie zentralisierte Einheiten reguliert werden sollen, würde der Text einen Großteil des aktuellen Ökosystems technisch illegal machen. Für Puristen und Entwickler ist das eine absolute rote Linie.
Zweitens sieht der Text ein Verbot von tokenisierten Aktien (Tokenized Equities) vor. Während die Narrative der RWA (Real World Assets) einer der stärksten Treiber des aktuellen Zyklus ist, würde ein Verbot der Tokenisierung traditioneller Finanzanlagen bedeuten, sich von einem potenziellen Markt im Wert von mehreren Billionen Dollar abzuschneiden.
Schließlich war die Abschaffung der Belohnungen auf Stablecoins der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. In einem Kontext, in dem On-Chain-Renditen Kapital anziehen, würde ein Verbot von Yield auf diese Assets die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Akteure gegenüber ihren Offshore-Konkurrenten zunichtemachen. Coinbase positioniert sich durch den Schutz dieser Sektoren als Hüter der Innovation gegenüber einer als archaisch empfundenen Regulierung.
Die Reaktion des Marktes ließ nicht lange auf sich warten. Während einige eine kurzfristige Korrektur aufgrund der politischen Unsicherheit befürchten, sehen andere in der Standhaftigkeit von Coinbase ein positives Signal: Die Industrie ist mittlerweile mächtig genug, um zu schlechten Gesetzen „Nein“ zu sagen.
Allerdings lässt das Fehlen eines gesetzlichen Rahmens die Tür zur Volatilität offen. Ohne klare Regeln könnten institutionelle Investoren zögern, massive Liquidität einzubringen, was potenziell den Moment verzögert, in dem Bitcoin und die Altcoins ein neues ATH anstreben. Der Krypto-Markt hasst Unsicherheit, und diese Blockade im Weißen Haus ist die Definition davon.
Der Ball liegt nun im Feld der Regierung. Werden sie ihre Hausaufgaben überarbeiten, um die Anforderungen der Industrie zu integrieren, oder das Projekt aufgeben und das rechtliche Chaos fortbestehen lassen? Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um festzustellen, ob die Vereinigten Staaten ein Krypto-Hub bleiben oder die Innovation nach Asien und Europa drängen werden.
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Charles Ledoux ist ein Experte für Bitcoin und neue Blockchain-Technologien. Er hat sein Studium an der Crypto Academy abgeschlossen und ist seit über einem Jahr auch als Bitcoin-Miner aktiv. Er hat zahlreiche Masterclasses verfasst, um Neueinsteiger in der Branche zu schulen, und mehr als 2000 Artikel geschrieben. Nun möchte er seine Leidenschaft für Krypto durch seine Artikel für InvestX weitergeben.
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