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Bithumb in Südkorea zu Geldstrafe verurteilt wegen illegalem Datentransfer ins Ausland
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Bithumb in Südkorea zu Geldstrafe verurteilt wegen illegalem Datentransfer ins Ausland

Bithumb wurde in Südkorea mit einer Geldstrafe belegt, weil die Plattform Nutzerdaten ohne Einwilligung ins Ausland weitergegeben hat. Was das für die Branche bedeutet.

Geschrieben von Thomas

Angepasst von 25 Juni 2026 am 09:52 von Thomas

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Südkorea verschärft den Datenschutz im Kryptobereich. Bithumb, eine der größten Börsen des Landes, wurde mit einer Geldstrafe belegt, weil die Plattform persönliche Nutzerdaten ohne deren Zustimmung an ausländische Stellen weitergegeben hat.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit zunehmend strengerer Regulierung von Kryptowährungsbörsen weltweit — und könnte in der Region Maßstäbe setzen.

Hinter der Strafe steckt eine grundlegende Frage: Wie weit dürfen Exchanges die Daten ihrer Nutzer verwerten?

Eine Geldstrafe von 136.000 Dollar wegen Verstoß gegen Datenschutzvorschriften

Die südkoreanischen Behörden haben Bithumb zur Zahlung einer Strafe von rund 136.000 Dollar verpflichtet, nachdem festgestellt wurde, dass die Plattform persönliche Nutzerdaten ohne vorherige Einwilligung an Dritte im Ausland weitergegeben hatte. Die Entscheidung geht auf die für die Durchsetzung des Gesetzes zum Schutz personenbezogener Daten (PIPA) zuständigen Regulierungsbehörden zurück — dem zentralen Rechtsrahmen für den Datenschutz in Südkorea.

Das PIPA legt Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, strenge Pflichten auf: Jede grenzüberschreitende Übermittlung muss den betroffenen Nutzern klar kommuniziert und von ihnen ausdrücklich genehmigt werden. Indem Bithumb diese Anforderung umging, setzte die Plattform ihre Nutzer dem Risiko einer unkontrollierten Weitergabe ihrer Daten aus — darunter Name, Kontaktdaten und Transaktionshistorie — an Stellen, deren Rechtsordnung und Sicherheitspraktiken erheblich abweichen können.

Auch wenn die Höhe der Strafe gemessen am Handelsvolumen von Bithumb gering erscheinen mag, ist die Signalwirkung der Sanktion deutlich größer. Sie sendet eine klare Botschaft an die Branche: Datenschutz-Compliance ist keine Option, auch nicht für etablierte Exchanges.

Bithumb im Visier der Regulatoren: eine Geschichte voller Kontroversen

Es ist nicht das erste Mal, dass Bithumb unter regulatorischen Druck gerät. Die 2014 gegründete Plattform hat im Laufe der Jahre mehrere Krisen durchlebt: schwerwiegende Hackerangriffe in den Jahren 2018 und 2019 mit Verlusten in Höhe von Dutzenden Millionen Dollar, Steuerermittlungen sowie Vorwürfe der Marktmanipulation. All das hat dem Ruf der Börse geschadet, trotz ihrer dominanten Stellung auf dem koreanischen Markt.

Südkorea zählt zu den aktivsten Kryptomärkten der Welt, mit einem Handelsvolumen, das regelmäßig zu den höchsten weltweit gehört. Diese Intensität zieht naturgemäß verstärkte regulatorische Aufmerksamkeit auf sich. Seit dem Inkrafttreten des Virtual Asset Service Provider Act (VASP Act) im Jahr 2021 haben die koreanischen Behörden ihre Aufsicht über Exchanges erheblich ausgebaut — mit Anforderungen wie offiziellen Registrierungen, Sicherheitsaudits und strikter Einhaltung der Geldwäschevorschriften.

Die gegen Bithumb verhängte Sanktion fügt sich in diese Dynamik verschärfter Aufsicht ein. Sie zeigt, dass koreanische Regulatoren keine Scheu mehr haben, große Plattformen ins Visier zu nehmen — auch bei Themen, die über den rein finanziellen Rahmen hinausgehen und die Grundrechte der Nutzer berühren.

Eine Warnung für die gesamte Kryptobörsen-Branche

Über den Fall Bithumb hinaus wirft diese Angelegenheit ein strukturelles Problem für die gesamte Branche der zentralisierten Börsen (CEX) auf. Diese Plattformen erheben im Rahmen ihrer regulatorischen Pflichten zur Geldwäschebekämpfung massive Mengen an KYC-Daten (Know Your Customer) — Reisepässe, Adressnachweise, biometrische Daten. Die Frage, wie diese Daten verwaltet, gespeichert und übermittelt werden, wird damit zu einem zentralen Compliance-Thema.

In einer Zeit, in der die europäische DSGVO international zunehmend als Vorbild gilt und ähnliche Regelwerke in Asien entstehen, müssen Exchanges, die in mehreren Rechtsordnungen tätig sind, ihre Praktiken zwingend anpassen. Nutzerdaten ohne soliden vertraglichen Rahmen und ohne ausdrückliche Einwilligung an ausländische Partner weiterzugeben — sei es an Dienstleister, Tochtergesellschaften oder Drittbehörden — zieht inzwischen konkrete Sanktionen nach sich.

Für Nutzer zentralisierter Plattformen ist dieser Fall eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, die Datenschutzrichtlinien der genutzten Exchanges zu prüfen und genau zu verstehen, welche Daten erhoben werden und zu welchen Zwecken sie weitergegeben werden können. Die Transparenz der Plattformen in dieser Frage wird zu einem eigenständigen Auswahlkriterium.

Thomas

Thomas

Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).

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