Von Skeptikern zu Überzeugten: Die 5 größten Meinungswechsel in der Krypto-Geschichte
Von Jamie Dimon bis BlackRock: Die 5 spektakulärsten Kehrtwenden in der Krypto-Geschichte – und was sie über die Reife des Sektors verraten.
Von Jamie Dimon bis BlackRock: Die 5 spektakulärsten Kehrtwenden in der Krypto-Geschichte – und was sie über die Reife des Sektors verraten.
Manche haben Bitcoin als Betrug, spekulative Blase oder nutzlose Technologie abgetan. Dann haben sie ihre Meinung geändert – manchmal still und leise, manchmal mit großem Getöse. Diese Kehrtwenden sind alles andere als bedeutungslos: Sie zeigen, wie der Druck der Märkte, der Zahlen und der finanziellen Chancen selbst die festesten Überzeugungen ins Wanken bringen kann.
Von Ökonomen über CEOs großer Banken bis hin zu Staatschefs – das Profil der Bekehrten ist so vielfältig wie überraschend. Hier sind die fünf markantesten Meinungswechsel der Krypto-Geschichte – und was sie uns über die Reife des Sektors verraten.
Nouriel Roubini, der wegen seiner Vorhersage der Finanzkrise 2008 den Spitznamen „Dr. Doom“ trägt, ist wohl der schärfste Kritiker, den Bitcoin je hatte. Vor dem US-Senat bezeichnete er Kryptowährungen 2018 als „Mutter aller Betrügereien“. Doch 2023 gründete er gemeinsam mit anderen ein Projekt rund um einen Real-World-Asset-Token (RWA) in den Vereinigten Arabischen Emiraten – eine spektakuläre Kapitulation für jemanden, der die Blockchain einst als „die am meisten überschätzte Technologie der Geschichte“ bezeichnet hatte.
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, nannte Bitcoin 2017 einen „Betrug“ und drohte damit, jeden Trader seiner Bank zu entlassen, der Bitcoin kaufen würde. Wenige Jahre später lancierte JPMorgan eigene Krypto-Custody-Dienste, den bankeigenen JPM Coin und ermöglichte vermögenden Kunden den Zugang zu Bitcoin-Fonds. Die Kehrtwende ist vollständig – und lukrativ.
BlackRock verkörperte bis 2022 den institutionellen Skeptizismus schlechthin. Larry Fink, der CEO des weltgrößten Vermögensverwalters, hatte Bitcoin 2017 als „Geldwäsche-Indikator“ bezeichnet. 2024 lancierte BlackRock den am schnellsten adoptierten Spot-Bitcoin-ETF in der Geschichte der US-amerikanischen ETF-Branche – den iShares Bitcoin Trust (IBIT) – mit mehr als 17 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen innerhalb weniger Wochen. Ein absoluter Rekord, der die Wucht des institutionellen Umdenkens eindrucksvoll belegt.
El Salvador ist der emblematischste Fall auf staatlicher Ebene. Vor 2021 hatte das Land keinerlei Krypto-Politik. Dann erklärte Präsident Nayib Bukele Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel – ein weltweites Novum. Trotz Kritik seitens des IWF und extremer BTC-Volatilität hielt El Salvador an seiner Akkumulationsstrategie fest und verstärkte sie sogar. Heute hält das Land mehr als 6.000 BTC in seiner nationalen Staatskasse.
Paul Krugman, Wirtschaftsnobelpreisträger, schrieb 1998, dass „bis 2005 klar sein wird, dass das Internet die Wirtschaft nicht stärker beeinflusst haben wird als das Faxgerät“. Mit Bitcoin wiederholte er denselben Fehler und verglich ihn zwischen 2013 und 2022 mehrfach mit einer Tulpenblase. Auch wenn Krugman offiziell nicht kapituliert hat, sind seine Kritiken im Laufe der Marktzyklen merklich milder geworden – ein Zeichen dafür, dass selbst die hartnäckigsten Skeptiker beginnen, die Dauerhaftigkeit des Krypto-Phänomens anzuerkennen.
Diese fünf Entwicklungen haben eines gemeinsam: Die Realität der Zahlen hat ideologische Überzeugungen systematisch widerlegt. Ob die Performance von Bitcoin über zehn Jahre (+30.000 % seit 2013), die Liquidität der Derivatemärkte oder die messbare institutionelle Adoption – die Datenlage hat die Argumente selbst der überzeugten Skeptiker schrittweise ausgehöhlt. In einem Sektor, in dem sich das Marktsentiment genauso schnell verändert wie die Kurse, sind Meinungswechsel keine Schwäche – sie sind oft das Zeichen einer ehrlichen Analyse angesichts neuer Fakten.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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