Russland erlaubt den Handel mit Bitcoin, Ethereum und USDT — XRP bleibt ausgeschlossen
Russlands Zentralbank erlaubt Privatanlegern nur Bitcoin, Ethereum und USDT. XRP bleibt ausgeschlossen — was das für den russischen Kryptomarkt bedeutet.
Russlands Zentralbank erlaubt Privatanlegern nur Bitcoin, Ethereum und USDT. XRP bleibt ausgeschlossen — was das für den russischen Kryptomarkt bedeutet.
Die russische Zentralbank hat soeben einen historischen Schritt in der Kryptoregulierung vollzogen. Nur drei Vermögenswerte passieren die Hürde: Bitcoin, Ethereum und Tether. Alles andere — einschließlich XRP — bleibt für russische Privatanleger außer Reichweite.
Eine Entscheidung, die viel über die Kriterien verrät, nach denen Moskau definiert, was eine „akzeptable“ Kryptowährung ist — und die die Karten für Exchanges, die im Land operieren, neu mischt.
Was diese Regulierung konkret bedeutet und warum der Ausschluss von XRP kein Zufall ist, erfahren Sie hier.
Die Zentralbank Russlands hat eine eingeschränkte Liste von Kryptowährungen festgelegt, die Privatpersonen handeln dürfen. Das zentrale Kriterium: ausreichende Liquidität. Nur Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und der Stablecoin Tether (USDT) erfüllen diesen Schwellenwert, wie Decrypt berichtet.
Diese Auswahl ist kein Zufall. Bitcoin allein repräsentiert mehr als 50 % der gesamten Marktkapitalisierung des Kryptomarktes. Ethereum konzentriert den Großteil der weltweiten DeFi-Aktivität und der Smart Contracts. Und USDT ist der meistgehandelte Stablecoin der Welt, mit täglichen Handelsvolumina, die auf vielen Exchanges regelmäßig die von BTC übertreffen. Diese drei Assets bilden die robusteste Liquiditätsbasis des Marktes — ein Argument, das technisch kaum zu widerlegen ist.
Für Exchanges, die legal in Russland operieren möchten, schafft diese Liste einen strengen Rahmen. Wer Handelspaare für nicht gelistete Altcoins anbietet, setzt sich künftig einem direkten regulatorischen Risiko aus. Der russische Markt, der auf mehrere Millionen aktive Nutzer geschätzt wird, wird damit auf ein dominantes, aber begrenztes Trio von Assets kanalisiert.
Das Fehlen von XRP auf der genehmigten Liste ist das stärkste Signal dieser Entscheidung. Dabei zählt XRP regelmäßig zu den Top 5 bis 10 der Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung, mit einer täglichen Liquidität im Milliardenbereich. Allein nach dem Kriterium der reinen Liquidität überrascht der Ausschluss.
Mehrere Hypothesen kursieren. Die erste verweist auf den rechtlich unklaren Status von XRP auf internationaler Ebene — der Token von Ripple stand im Mittelpunkt eines langwierigen Rechtsstreits mit der US-amerikanischen SEC, was institutionelles Misstrauen auch jenseits der amerikanischen Grenzen geschürt haben dürfte. Die zweite Hypothese betrifft die zentralisierte Struktur von Ripple Labs, das einen erheblichen Anteil des umlaufenden Angebots kontrolliert — ein Profil, das schlecht zu den Dezentralisierungskriterien passt, die Regulatoren häufig bevorzugen.
Auch andere bedeutende Altcoins wie Solana, BNB oder Cardano fehlen auf der Liste, was darauf hindeutet, dass der angewandte Filter über die reine Liquidität hinausgeht und wahrscheinlich auch Governance-Aspekte sowie systemische Risikoerwägungen einbezieht.
Russland entdeckt Krypto nicht erst im Jahr 2025. Seit den internationalen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erkundet Moskau digitale Assets aktiv als Mittel zur Umgehung finanzieller Beschränkungen. Das Bitcoin-Mining ist dort seit 2023 legal, und die Nutzung von BTC im internationalen Handelsverkehr wurde auf Regierungsebene offiziell diskutiert.
Diese regulierte Freigabe des Retail-Handels fügt sich in eine Logik der schrittweisen Normalisierung ein: Kryptowährungen in das russische Finanzsystem zu integrieren und dabei die Kontrolle über die zugänglichen Assets strikt aufrechtzuerhalten. Indem der Zugang auf drei hochliquide und weltweit anerkannte Assets beschränkt wird, reduziert Moskau das Risiko extremer Volatilität für Privatanleger und verschafft sich gleichzeitig einen Einstieg in die globale Kryptowirtschaft. Für russische Anleger bleibt das Fenster eng. Doch für Bitcoin und Ethereum stellt diese offizielle Anerkennung durch eine G20-Volkswirtschaft — selbst unter Sanktionen — ein weiteres Legitimitätssignal auf der internationalen Bühne dar.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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