Solana ETF knackt die Milliardenmarke: Bitwise-CEO dämpft XRP-Erwartungen
Der Solana-Fonds von Bitwise überschreitet 1 Mrd. $ AuM. CEO Hunter Horsley erklärt, warum ein vergleichbarer XRP-ETF noch weit entfernt ist.
Der Solana-Fonds von Bitwise überschreitet 1 Mrd. $ AuM. CEO Hunter Horsley erklärt, warum ein vergleichbarer XRP-ETF noch weit entfernt ist.
Der Solana-Fonds von Bitwise hat soeben die symbolische Schwelle von einer Milliarde Dollar verwaltetem Vermögen überschritten. Eine Leistung, die kaum Aufmerksamkeit erregt hätte, wäre der CEO des Unternehmens nicht die Gelegenheit genutzt, um in einer anderen heißen Debatte klare Worte zu finden: dem XRP-ETF.
Während die Ripple-Community sehnsüchtig auf ein vergleichbares börsengehandeltes Produkt wartet, hat Hunter Horsley eine unmissverständliche Einschätzung geliefert. Der Abstand zwischen den beiden Assets ist keine reine Frage des regulatorischen Timings — er ist struktureller Natur.
Was dieses doppelte Marktsignal offenbart, verdient eine nüchterne Analyse, fernab der allgemeinen Euphorie.
Das Bitwise Solana Staking ETP hat offiziell die Marke von einer Milliarde Dollar verwaltetem Vermögen überschritten und bestätigt damit den wachsenden Appetit institutioneller Investoren auf Produkte mit Exposure zu Layer-1-Blockchains jenseits von Ethereum. Diese Schwelle ist umso bedeutsamer, als sie in einem insgesamt unsicheren Marktumfeld erreicht wurde, in dem institutionelle Kapitalflüsse maximal selektiv sind.
Dieser Erfolg basiert auf einem zentralen Argument, das Bitwise bereits beim Launch geschickt in den Vordergrund gestellt hat: die integrierte Staking-Rendite. Anders als ein klassischer Bitcoin-ETF generiert das Solana-Produkt eine native Rendite durch die Netzwerkvalidierung, was es für Allocators, die eine risikoadjustierte Rendite suchen, strukturell attraktiv macht. Die Staking-Rendite von SOL liegt derzeit bei rund 6 bis 7 % pro Jahr — ein gewichtiges Argument gegenüber Staatsanleihen.
Die Mittelzuflüsse verdeutlichen zudem einen Paradigmenwechsel: Institutionelle begnügen sich nicht mehr mit einem passiven Bitcoin-Exposure. Sie suchen inzwischen digitale Assets mit messbaren wirtschaftlichen Fundamentaldaten — Transaktionsvolumen, generierte Gebühren, On-Chain-Aktivität — und Solana erfüllt all diese Kriterien.

Hunter Horsley, CEO von Bitwise, nutzte das Überschreiten dieser Schwelle, um eine klare Einschätzung zu XRP zu formulieren: Das größte Hindernis für einen vergleichbaren XRP-ETF ist nicht allein die SEC oder der regulatorische Genehmigungszeitplan. Es sind die Natur des Assets selbst und die Struktur seiner institutionellen Adoption, die das Problem darstellen.
Anders als Solana generiert XRP keine native Staking-Rendite, die Haltern über ein ETP zugänglich wäre. Sein Geschäftsmodell basiert im Wesentlichen auf seiner Rolle als Liquiditätsbrücke für grenzüberschreitende Zahlungen — ein realer Anwendungsfall, der sich jedoch in einem institutionellen Wrapper nur schwer direkt monetarisieren lässt. Asset-Manager tun sich daher schwer, eine ebenso klare Investitionsthese wie bei SOL zu formulieren.
Darüber hinaus hat der langjährige Rechtsstreit zwischen Ripple und der SEC nachhaltige Spuren in der Wahrnehmung des regulatorischen Risikos rund um XRP hinterlassen. Auch wenn das Ripple-Urteil von 2023 den Status des Assets teilweise geklärt hat, reicht die verbleibende Unsicherheit aus, um große Allocators zu bremsen, die vor dem Einsatz erheblicher Mittel vollständige rechtliche Klarheit fordern. Der Weg zur Milliardenmarke für einen XRP-ETF führt zunächst über eine endgültige regulatorische Klärung — und die ist noch nicht gesichert.
Der Erfolg des Solana-Fonds von Bitwise fügt sich in einen grundlegenden Trend ein: Krypto-ETFs der zweiten Generation — jene, die über simples Preis-Tracking hinausgehen — ziehen einen wachsenden Anteil der Kapitalflüsse an. Produkte mit integriertem Staking, Rendite oder Exposure zu aktiven Protokollen sind gefragter als passive Vehikel, insbesondere in einem Umfeld nach wie vor erhöhter Zinsen.
Für XRP bedeutet das: Selbst eine schnelle regulatorische Genehmigung würde nicht ausreichen, um massive Mittelzuflüsse zu garantieren. Ripple und die ETF-Emittenten müssten eine solide institutionelle Narrative rund um das Asset aufbauen — konkrete Adoptionszahlen des ODL-Netzwerks (On-Demand Liquidity), institutionelle Transaktionsvolumen, greifbare Bankpartnerschaften. Ohne diese Elemente droht ein XRP-ETF, ein Nischenprodukt zu bleiben, weit hinter Bitcoin, Ethereum und inzwischen auch Solana in der Hierarchie der institutionellen Kapitalflüsse.
Horsleys Botschaft ist daher sowohl ein Warnsignal als auch eine Bestandsaufnahme: Im Rennen um Krypto-ETFs zählen die Qualität der Fundamentaldaten mehr als der Enthusiasmus der Community. Und auf diesem Terrain hat Solana gegenüber XRP einen erheblichen Vorsprung herausgearbeitet.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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