SpaceX-Aktie fällt 33 % vom Allzeithoch – Morgan Stanley sieht noch 100 % Kurspotenzial
SpaceX (SPCX) korrigiert 33 % vom Hoch – doch Morgan Stanley hält am 300-Dollar-Kursziel fest und sieht SpaceX als KI-Infrastruktur der Zukunft.
SpaceX (SPCX) korrigiert 33 % vom Hoch – doch Morgan Stanley hält am 300-Dollar-Kursziel fest und sieht SpaceX als KI-Infrastruktur der Zukunft.
Mit einem spektakulären Börsengang im Juni 2026 gestartet, verzeichnet die SpaceX-Aktie (SPCX) heute eine heftige Korrektur von 33 % gegenüber ihrem Allzeithoch. Die Analysten von Morgan Stanley geben jedoch keineswegs auf – ganz im Gegenteil.
Trotz des Verkaufsdrucks hält die Investmentbank an ihrem Kursziel von 300 US-Dollar fest, was gegenüber dem aktuellen Niveau ein Verdoppelungspotenzial impliziert. Ein starkes Signal in einem Markt, der die Post-IPO-Euphorie noch verarbeitet.
Hinter der Volatilität des Titels verbirgt sich eine radikale Investmentthese: SpaceX sei kein Raumfahrtunternehmen, sondern eine KI-Infrastruktur im planetaren Maßstab. Genau das verändert alles.
SpaceX ging am 12. Juni 2026 zu einem Ausgabepreis von 135 US-Dollar je Aktie an die Börse und nahm dabei rund 85,7 Milliarden US-Dollar netto nach Gebühren ein – einer der größten IPOs in der Geschichte der Finanzmärkte. Die anfängliche Bewertung lag bei knapp 1.770 Milliarden US-Dollar.
Die Begeisterung der Investoren trieb die Marktkapitalisierung auf dem Höhepunkt auf rund 2.800 Milliarden US-Dollar. Doch die Trendwende ließ nicht lange auf sich warten. Die SPCX-Aktie notiert inzwischen bei rund 152,71 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von etwa 2.100 Milliarden US-Dollar entspricht. Eine Korrektur von 33 %, die an die klassischen Post-IPO-Dynamiken von Mega-Cap-Technologiewerten erinnert.
Diese Konsolidierung ist nicht zwangsläufig ein Alarmsignal. Sowohl an den Aktienmärkten als auch im Kryptobereich sind Distributionsphasen nach einem Euphoriehoch weit verbreitet. Die entscheidende Frage ist die nach dem strukturellen Support – und genau hier tritt Morgan Stanley mit klarer Überzeugung auf den Plan.

Am 15. September bekräftigte Morgan Stanley seine Kaufempfehlung für SPCX mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Analyst Adam Jonas bezeichnet SpaceX als potenziellen „Generational Compounder“ – ein Unternehmen, das in der Lage sei, Energie in vernetzte Intelligenz im großen Maßstab umzuwandeln. Seine Formel lautet: „SPCX has the pieces to build an industry-leading intelligence per watt, per dollar, per second.“
Was an der These von Morgan Stanley besonders auffällt, ist die Verteilung des Wertpotenzials. Rund 50 % des kurzfristigen Kursziels basieren auf Chancen rund um Künstliche Intelligenz. SpaceX selbst beziffert seinen adressierbaren Gesamtmarkt auf 28.500 Milliarden US-Dollar, davon 26.500 Milliarden, die der KI zuzurechnen sind. Langfristig erwartet das Unternehmen, dass mehr als 90 % seines Wachstums aus dem KI-Bereich stammen werden, während die Raumfahrtprojekte als Rückgrat dieser Ambitionen dienen.
Diese narrative Neupositionierung – vom Raumfahrtbetreiber zur KI-Infrastruktur – ist entscheidend, um zu verstehen, warum institutionelle Investoren trotz der Korrektur weiterhin kaufen. In der Kryptowelt kennt man diese Art von thematischer Rotation gut: Projekte, die Bärenmärkte überleben, sind jene, deren fundamentale Narrative über kurzfristige Spekulation hinaus Bestand haben.
Bereits 2020 wies Morgan Stanley seine Kunden auf die besondere Natur von Raumfahrtinvestitionen hin: Renditezeithorizonte von bis zu 50 Jahren, technologische Ziele, die 1969 noch nach Science-Fiction klangen, sowie ein Startup-Ökosystem, das Satellitenfertigung, Startkapazitäten, Weltraumtourismus und sogar Asteroidenabbau umfasst.
Dieser zeitliche Rahmen resoniert stark mit der Investmentkultur der Kryptowelt. Wer Bitcoin oder Ethereum hält, versteht intuitiv, was es bedeutet, kurzfristige Volatilität zu ignorieren und auf eine fundamentale These zu setzen. SpaceX fügt sich mit seiner doppelten Exposition gegenüber Raumfahrt und KI in diese Logik eines langfristigen Conviction-Assets ein.
Dennoch erinnert die Korrektur von 33 % seit dem Hoch an eine unveränderliche Marktwahrheit: Selbst die besten Assets durchlaufen schmerzhafte Konsolidierungsphasen. Für geduldige Investoren entstehen genau dort oft die profitabelsten Positionen – vorausgesetzt, die fundamentale These bleibt intakt.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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