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Strategy ist kein einseitiger Bitcoin-Käufer mehr: Der CIO von Bitwise erklärt die Hintergründe
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Strategy ist kein einseitiger Bitcoin-Käufer mehr: Der CIO von Bitwise erklärt die Hintergründe

Bitwise-CIO Matt Hougan erklärt, warum Strategy nicht mehr als dauerhafter BTC-Käufer gilt – und was das für den Bitcoin-Markt bedeutet.

Geschrieben von Thomas

Angepasst von 3 Juli 2026 am 15:50 von Thomas

Bitcoins dorés avec silhouette corporative abstraite MicroStrategy se dissolvant partiellement en flux de capitaux, tension dynamique entre détention et vente rendue en énergie or rosé et turquoise vibrante, courbes de prix ascendantes et descendantes s'entrelançant en lumière turquoise chaude, visuel de trading institutionnel sophistiqué,
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Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, hat eine Beobachtung veröffentlicht, die für Bitcoin-Bullen wie ein Kaltschauer wirkt: Strategy spielt nicht mehr die Rolle des kompulsiven und bedingungslosen BTC-Käufers, die das Unternehmen seit Jahren verkörpert hat.

Dieser Kurswechsel ist alles andere als bedeutungslos. Er findet in einem Umfeld eines breiten Deleveragings auf den Kryptomärkten statt und wirft grundlegende Fragen zur institutionellen Kaufdynamik auf, die den Bitcoin-Preis lange Zeit gestützt hat.

Hinter diesem diskreten Signal verbirgt sich eine strukturell bedeutsame Entwicklung — und möglicherweise ein Wendepunkt für die institutionelle Stimmung gegenüber BTC.

Ein neuer Finanzrahmen, der alles für Strategy verändert

Jahrelang funktionierte Strategy — ehemals MicroStrategy — wie eine Maschine zur Bitcoin-Akkumulation. Jedes Quartal, jede Kapitalerhöhung mündete ausnahmslos in neue BTC-Käufe. Diese Positionierung machte das Unternehmen zu einem strukturellen Stützpfeiler des Marktes — eine Art permanentes Kaufgebot, das Trader fest in ihre Analyse einkalkulierten.

Doch laut Matt Hougan hat sich dieses Modell gewandelt. Strategy verfügt nun über einen flexibleren Kapitalrahmen, der es dem Unternehmen erlaubt, einen Teil seiner BTC-Bestände zu monetarisieren, wenn die Marktbedingungen es erfordern. Konkret bedeutet das: Das Unternehmen kann seine Bitcoins verkaufen oder als finanziellen Hebel einsetzen — was sein Profil vom reinen Investor zum aktiven Krypto-Treasury-Manager verschiebt.

Diese semantische Verschiebung — vom „einseitigen Käufer“ zum „BTC-Portfoliomanager“ — hat direkte Auswirkungen auf die Marktliquidität. Wenn Strategy unter bestimmten Bedingungen nun auch als Verkäufer auftreten kann, verliert der Markt eines seiner sichtbarsten Sicherheitsnetze.

Strategy und Bitcoin: Käufer oder Verkäufer?

MSTR und STRC unter Druck: Das Krypto-Deleveraging trifft die Bitcoin-Proxies

Die jüngste Volatilität bei STRC (der Vorzugsaktie von Strategy) und der Rückgang bei MSTR (der Stammaktie) sind keine isolierten Zufälle. Hougan ordnet sie in einen umfassenderen Deleveraging-Zyklus ein, der das gesamte Krypto-Ökosystem erfasst — ein Phänomen, das an die Entschuldungsphasen während der großen Korrektionen von 2022 erinnert.

In solchen Zyklen korrigieren die am stärksten gehebelten Assets zuerst und am heftigsten. MSTR, das historisch mit einer erheblichen Prämie auf den Bitcoin-NAV von Strategy gehandelt wird, ist besonders anfällig, wenn die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer nachlässt. Investoren, die MSTR als gehebelten Bitcoin-Proxy nutzten, lösen ihre Positionen auf und verstärken so den Abwärtsdruck auf die Aktie.

Dieser Mechanismus erzeugt eine negative Rückkopplungsschleife: Der Rückgang von MSTR schwächt die Fähigkeit von Strategy, Kapital zu günstigen Konditionen aufzunehmen — was wiederum die künftige BTC-Kaufkapazität des Unternehmens mechanisch reduziert und damit seinen potenziellen bullischen Einfluss auf den Spotmarkt verringert.

Was dieses Signal kurzfristig für den Bitcoin-Markt bedeutet

Hougans Analyse verweist auf eine unbequeme Realität: Die institutionelle Unterstützung für Bitcoin ist nicht so monolithisch, wie es den Anschein hat. Strategy bleibt der größte Unternehmenshalter von BTC weltweit, mit mehr als 500.000 Bitcoins in der Bilanz. Doch die Nuancierung durch den Bitwise-CIO legt nahe, dass dieser Bestand keine garantierte und kontinuierliche Akkumulation mehr darstellt.

Für Trader verändert das die Berechnung des Marktsentiments. Das Argument „Strategy kauft immer“ — das häufig als grundlegendes bullisches Signal verwendet wurde — verliert an Überzeugungskraft. Der Markt muss die Entscheidungen von Strategy künftig fallweise bewerten, abhängig von den Liquiditätsbedürfnissen und der Kapitalstrategie des Unternehmens.

In einem Umfeld, in dem Bitcoin-Spot-ETFs einen Teil der institutionellen Nachfrage absorbieren, verdeutlicht der Wandel der Rolle von Strategy eine Reifung des Kryptomarktes: Die großen Akteure sind keine ideologischen Käufer mehr, sondern anspruchsvolle Risikomanager.

Thomas

Thomas

Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).

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