Zcash-Mitgründer warnt: Das ist die schlimmste Phase in der Geschichte des Kryptomarkts
Eli Ben-Sasson, Mitgründer von Zcash, warnt vor der schwersten Krise der Kryptogeschichte – schlimmer als 2018 oder 2022. Was das für Investoren bedeutet.
Eli Ben-Sasson, Mitgründer von Zcash, warnt vor der schwersten Krise der Kryptogeschichte – schlimmer als 2018 oder 2022. Was das für Investoren bedeutet.
Eli Ben-Sasson, eine der Gründerpersönlichkeiten hinter Zcash, hat soeben eine beispiellose Warnung über den Zustand des Kryptomarkts ausgesprochen. Seine Aussage bricht mit dem üblichen Narrativ der Brancheninsider, die Turbulenzen erfahrungsgemäß gerne kleinreden.
Während Blockchain-Startups reihenweise schließen und Venture Capital immer schwerer zu bekommen ist, zeichnet der renommierte Mathematiker und Kryptograf ein düsteres Bild – aber keines ohne Hoffnung. Hier erfahren Sie, warum seine Worte ernst genommen werden sollten.
Zwischen strukturellem Zusammenbruch und der Notwendigkeit eines Resets stellt Ben-Sasson grundlegende Fragen zur tatsächlichen Reife der Branche.
Eli Ben-Sasson nimmt kein Blatt vor den Mund. Seiner Einschätzung nach stellt die aktuelle Phase die schlimmste Periode in der Geschichte der Kryptowährungen dar – schlimmer noch als die Einbrüche von 2018 oder 2022. Er beschreibt keine einfache Marktkorrektur, sondern eine strukturelle Krise, die das gesamte Ökosystem erfasst: Finanzierung, Adoption und institutionelles Vertrauen.
Der Mitgründer von Zcash verweist insbesondere auf die Masseninsolvenzwelle unter Krypto-Startups als Symptom einer ausgetrockneten Liquidität und des Rückzugs traditioneller Investoren. Die Venture-Capital-Fonds, die zwischen 2020 und 2022 massiv auf Web3 gesetzt hatten, haben ihre Allokationen drastisch zurückgefahren. Das Ergebnis: Vielversprechende Projekte verschwinden mangels Runway, und die Innovation verlangsamt sich spürbar.
Diese Einschätzung deckt sich mit den verfügbaren Marktdaten: Laut mehreren Tracking-Berichten zum Krypto-Venture-Capital sind die Investitionen im Sektor im Vergleich zu den Höchstständen von 2021 bis 2022 um mehr als 60 Prozent eingebrochen. Die Marktstimmung bleibt gedrückt, und die On-Chain-Volumina zahlreicher DeFi-Protokolle kämpfen darum, frühere Niveaus wieder zu erreichen.
Eli Ben-Sasson vertritt eine differenzierte These: Diese Bereinigung ist notwendig. Für ihn haben die Jahre des Bullenmarkts Projekten ohne solide Fundamentaldaten ermöglicht, Millionen einzusammeln – und damit eine spekulative Blase geschaffen, die von realem Wert entkoppelt war. Die laufende Säuberung, so schmerzhaft sie auch sein mag, ist die Voraussetzung für einen gesunden Neuaufbau.
Diese Lesart steht nicht allein. Mehrere On-Chain-Analysten, insbesondere über CryptoQuant und Glassnode, haben ein ähnliches Phänomen dokumentiert: Bärenmärkte eliminieren opportunistische Akteure und stärken Protokolle mit echtem Nutzwert. Bitcoin beispielsweise hat mehrere vergleichbare Bereinigungsphasen durchlaufen, bevor er sich als Referenzasset etabliert hat. Die entscheidende Frage ist, welche Projekte der aktuellen Generation diese natürliche Selektion überleben werden.
Ben-Sasson, der heute StarkWare leitet – einem Pionier für Skalierungslösungen auf Basis von Zero-Knowledge-Proofs (ZK-Proofs) –, ist nach wie vor überzeugt, dass die zugrundeliegende Technologie solide ist. Was zusammenbricht, sind schlecht konzipierte Wirtschaftsmodelle und Tokenomics, nicht die Blockchain als solche.
Für Marktteilnehmer wirkt die Botschaft von Ben-Sasson gleichermaßen als Mahnung zur Vorsicht wie als Aufruf zur Nüchternheit. Die Projekte, die diese Phase überleben werden, sind jene, die konkreten Nutzwert, organische Adoption und ein diszipliniertes Treasury-Management nachweisen können. Die Zeit der Fundraising-Runden auf Basis eines Whitepapers ist vorbei.
Für Retail-Investoren bedeutet dieses Umfeld eine deutlich höhere Selektivität. Altcoins ohne klar definierten Use Case bleiben einem anhaltenden Verkaufsdruck ausgesetzt. Umgekehrt könnten Protokolle, die in zukunftsträchtigen Bereichen verankert sind – ZK-Proofs, DeFi-Infrastruktur, Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) – das Fundament des nächsten Bullenmarktzyklus bilden.
Die Aussage von Ben-Sasson ist kein Aufruf zur Panik, sondern eine unmissverständliche Erinnerung: Kryptomärkte sind nicht immun gegen die grundlegenden Gesetze der Ökonomie. Das Überleben gehört den Projekten, die aufbauen – nicht jenen, die spekulieren.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
HAFTUNGSAUSSCHLUSS
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Der Handel mit Kryptowährungen ist mit erheblichen Risiken verbunden, und es ist wichtig, nur Beträge zu investieren, die Sie sich leisten können zu verlieren.
InvestX übernimmt keine Verantwortung für die Qualität der auf dieser Seite präsentierten Produkte oder Dienstleistungen und kann weder direkt noch indirekt für Schäden oder Verluste haftbar gemacht werden, die durch die Nutzung eines in diesem Artikel vorgestellten Produkts oder einer Dienstleistung entstehen. Investitionen in Krypto-Assets sind von Natur aus riskant. Leser sollten eigene Recherchen durchführen, bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen, und nur im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten investieren. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.
Warnhinweis : Der Handel mit Finanzinstrumenten und/oder Kryptowährungen birgt hohe Risiken, einschließlich des Risikos, Ihr gesamtes oder einen Teil Ihres investierten Kapitals zu verlieren. Dieser Handel ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Die Preise von Kryptowährungen sind äußerst volatil und können durch externe Faktoren wie finanzielle, regulatorische oder politische Ereignisse beeinflusst werden. Der Margin-Handel erhöht die finanziellen Risiken erheblich.
CFDs sind komplexe Finanzprodukte, die aufgrund des Hebeleffekts ein hohes Risiko eines schnellen Kapitalverlusts bergen. 74 % bis 89 % der Privatanlegerkonten verlieren Geld beim Handel mit CFDs. Sie sollten sicherstellen, dass Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und abwägen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko eines Kapitalverlusts einzugehen.
Bevor Sie sich für den Handel mit Finanzinstrumenten oder Kryptowährungen entscheiden, sollten Sie sich vollständig über die damit verbundenen Risiken und Gebühren informieren, Ihre Anlageziele, Ihre Erfahrung und Ihre Risikotoleranz sorgfältig prüfen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen. InvestX.de und die InvestX-App können allgemeine Marktkommentare veröffentlichen, die keine Anlageberatung darstellen und nicht als solche interpretiert werden dürfen. Bitte konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie Fragen haben. InvestX.de übernimmt keine Haftung für Fehler, ungeeignete Investitionen, Ungenauigkeiten oder Auslassungen und garantiert nicht die Richtigkeit oder Vollständigkeit der enthaltenen Informationen, Texte, Grafiken, Links oder anderer Inhalte.
Einige der auf dieser Website vorgestellten Partner können in Ihrem Land nicht reguliert sein. Es liegt in Ihrer Verantwortung, die Konformität dieser Dienstleistungen mit den lokalen Vorschriften zu überprüfen, bevor Sie sie nutzen.