Clarity Act: Citi-Chefin will ein „solides
Jane Fraser (Citigroup) unterstützt den Clarity Act – aber nur mit Änderungen. Stablecoins und Renditen bleiben der zentrale Streitpunkt vor dem Senatsvotum.
Jane Fraser (Citigroup) unterstützt den Clarity Act – aber nur mit Änderungen. Stablecoins und Renditen bleiben der zentrale Streitpunkt vor dem Senatsvotum.
Die Chefin von Citigroup bezieht öffentlich Stellung zur Krypto-Regulierung in den USA. Jane Fraser hat erklärt, den Clarity Act verabschiedet sehen zu wollen – vorausgesetzt, der Gesetzestext wird vor der geplanten Abstimmung im Senat im September noch deutlich nachgebessert.
Hinter dieser demonstrativen Unterstützung verbirgt sich ein grundlegender Konflikt zwischen den großen amerikanischen Banken und der Krypto-Industrie – insbesondere rund um die Frage der Renditen, die Stablecoins bieten können. Ein Machtkampf, der das Gesetz noch zum Scheitern bringen könnte.
Unterdessen wird der Zeitplan immer enger. Die Abgeordneten haben es nicht geschafft, vor der Sommerpause abzustimmen. Alles entscheidet sich nach der Rückkehr im Herbst.
Die CEO von Citigroup spricht Klartext: „Wir wollen eine gute Regulierung, die Innovation fördert und die sichere Nutzung digitaler Assets unterstützt“, erklärte sie am Freitag, den 14. August 2026. Sie fügte hinzu, die Verabschiedung des Clarity Act wäre „ausgezeichnet für das System“ als Ganzes.
Diese Positionierung ist kein Zufall. Citi versteht sich als führende Großbank im Bereich digitaler Assets, und Fraser will im legislativen Prozess aktiv mitgestalten. Die Bank lehnt den Gesetzentwurf nicht grundsätzlich ab – sie will ihn anpassen, um ihre eigenen Interessen und die des klassischen Bankensektors besser zu schützen.
Der Clarity Act wurde bereits im vergangenen Jahr vom Repräsentantenhaus verabschiedet, steckt aber seit 2026 im Senat fest. Dennoch genießt der Entwurf breite überparteiliche Unterstützung: Institutionen wie Fidelity und Goldman Sachs, mehrere Krypto-Lobbygruppen sowie Abgeordnete beider Parteien halten die aktuelle Fassung für tragfähig.

Der zentrale Konfliktpunkt bleibt die Frage der Renditen auf Stablecoins. Die amerikanischen Banken befürchten, dass sie einen erheblichen Teil ihrer Kundenbasis verlieren, wenn Krypto-Exchanges attraktive Zinsen auf Stablecoin-Einlagen anbieten dürfen. Ein Szenario, das einer durch DeFi beschleunigten Bankenentmittlung gleichkäme.
Fraser bekräftigte diese Sorge am Freitag erneut und betonte, dass insbesondere kleinere Regionalbanken durch einen solchen Einlagenverzinsungsmechanismus besonders verwundbar wären. Sie sprach von einem möglichen „schädlichen Effekt“ auf deren Geschäftsmodell – ein Argument, das in den Fluren des Kongresses Gehör findet.
Dieser Konflikt hat bereits konkrete Folgen gezeitigt: Coinbase zog im Januar seine Unterstützung für den Clarity Act zurück, nachdem es mit Bankführungskräften über das Verbot von Stablecoin-Renditen in Streit geraten war. Die größte amerikanische Exchange ist der Ansicht, dass diese Einschränkung den Gesetzentwurf für die Krypto-Industrie inhaltlich aushöhlen würde. Das Septembervotum zeichnet sich damit als entscheidender – und möglicherweise explosiver – Moment für die Zukunft der Krypto-Regulierung in den USA ab.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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