CLARITY Act: Galaxy bricht die Adoptionswahrscheinlichkeit auf nur 10% ein
Galaxy Research senkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des CLARITY Act auf 10%. Drei strukturelle Blockaden gefährden das wichtigste US-Krypto-Gesetz.
Galaxy Research senkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des CLARITY Act auf 10%. Drei strukturelle Blockaden gefährden das wichtigste US-Krypto-Gesetz.
Galaxy Research hat die Hoffnungen der amerikanischen Krypto-Community gerade erheblich gedämpft. Das von Mike Novogratz gegründete Analyseunternehmen senkt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des CLARITY Act vor Ende des laufenden Gesetzgebungsjahres drastisch auf 10%.
Hinter dieser ernüchternden Zahl verbergen sich mehrere strukturelle Blockaden, die die Gesetzgeber kaum überwinden können. Ungeklärte ethische Fragen, anhaltende Meinungsverschiedenheiten über Renditen bei Stablecoins und ein sich schließendes Zeitfenster im Senat bringen das wichtigste US-Krypto-Regulierungsgesetz in ernsthafte Schwierigkeiten.
Eine Analyse eines legislativen Rückschlags, der den regulatorischen Zeitplan der gesamten Branche neu definieren könnte.
Der CLARITY Act gehört zu den meisterwarteten Gesetzesvorhaben der Krypto-Industrie in den USA. Das Gesetz zielt darauf ab, einen klaren Rahmen zu schaffen, der digitale Assets, die unter die Zuständigkeit der Securities and Exchange Commission (SEC) fallen, von jenen trennt, die der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) unterstehen. Ein enormes Thema für Tausende von Blockchain-Projekten, die in einem rechtlichen Vakuum operieren.
Doch laut der Analyse von Galaxy Research blockieren heute drei wesentliche Hindernisse jeden ernsthaften Fortschritt. Erstens: ungeklärte ethische Fragen rund um den Umgang mit Insidern und die Offenlegung sensibler Informationen. Zweitens: anhaltende Uneinigkeit darüber, ob Stablecoins eine Rendite erwirtschaften dürfen — ein Thema, das die Spannungen zwischen DeFi-Innovatoren und traditionellen Regulierungsbehörden auf den Punkt bringt. Drittens: der rechtliche Schutz von Entwicklern dezentraler Protokolle, deren juristischer Status nach wie vor unklar ist.
Diese Streitpunkte sind nicht neu, doch ihre Anhäufung ohne glaubwürdige kurzfristige Lösung veranlasst Galaxy, seine Prognosen deutlich nach unten zu korrigieren. Das Unternehmen betont, dass der für ein solches Gesetz notwendige überparteiliche Konsens nach wie vor äußerst fragil ist.

Neben den inhaltlichen Meinungsverschiedenheiten weist Galaxy auf ein besonders einschränkendes Zeitproblem hin. Wenn der US-Senat im September seine Arbeit wieder aufnimmt, wird das verfügbare Gesetzgebungsfenster äußerst eng sein. Die Senatoren müssen andere haushaltspolitische und politische Prioritäten jonglieren, was einem so technischen und umstrittenen Gesetz wie dem CLARITY Act kaum Raum lässt.
In diesem Umfeld würde selbst eine Einigung in letzter Minute zwischen Republikanern und Demokraten über die strittigen Punkte wahrscheinlich nicht ausreichen, um eine Abstimmung vor Ende der Sitzungsperiode zu gewährleisten. Galaxy schätzt, dass eine Verschiebung auf 2026 mittlerweile das wahrscheinlichste Szenario ist — was den Gesetzentwurf in eine noch unberechenbarere Wahlkampfdynamik bringen würde.
Für die Krypto-Industrie ist dieser Rückschlag alles andere als bedeutungslos. Das Fehlen eines klaren Regulierungsrahmens bremst weiterhin institutionelle Investitionen und hält eine erdrückende Rechtsunsicherheit für Exchanges, Token-Emittenten und DeFi-Protokolle aufrecht, die aus den USA heraus operieren. Die Marktteilnehmer müssen daher noch mehrere weitere Monate mit dem regulatorischen Status quo auskommen — eine Realität, die die Vorsicht beim Market Sentiment weiter befeuert.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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