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EIP-7841: Hoskinson wirft Ethereum vor, Cardano zu kopieren – und spricht von einem Skandal
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EIP-7841: Hoskinson wirft Ethereum vor, Cardano zu kopieren – und spricht von einem Skandal

Charles Hoskinson wirft Ethereum vor, mit EIP-7841 das UTXO-Modell von Cardano zu kopieren – ohne Anerkennung. Ein technischer Streit mit großer Sprengkraft.

Geschrieben von Thomas

Angepasst von 8 Juli 2026 am 12:50 von Thomas

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Charles Hoskinson nimmt kein Blatt vor den Mund. Der Gründer von Cardano hat scharf auf den jüngsten Ethereum-Verbesserungsvorschlag EIP-7841 reagiert, der eine Mechanik einführt, die vom UTXO-Modell inspiriert ist – einer Architektur, die Cardano von Anfang an verwendet.

Für Hoskinson ist das weder Zufall noch Hommage: Es handelt sich um eine nicht anerkannte Übernahme. Und er zögert nicht, die Situation als „Verbrechen“ zu bezeichnen – womit er eine technische und philosophische Rivalität zwischen zwei der meistbeachteten Blockchains des Marktes neu entfacht.

Hinter der Kontroverse steckt eine grundlegende Frage: Wer innoviert im Blockchain-Ökosystem wirklich – und wer folgt nur nach?

EIP-7841: Wenn Ethereum sich am UTXO-Modell von Cardano bedient

Der EIP-7841 ist ein Verbesserungsvorschlag für das Ethereum-Protokoll, der darauf abzielt, Elemente des UTXO-Modells (Unspent Transaction Output) zu integrieren – eine Architektur, die durch Bitcoin bekannt wurde und von Cardano nativ übernommen wurde. Im Gegensatz zum kontobasierten Modell von Ethereum bietet das UTXO-Modell eine bessere Vorhersagbarkeit von Transaktionen sowie eine effizientere Parallelisierung von Berechnungen.

Cardano hat diese Architektur seit seinem Launch zu einem seiner technischen Grundpfeiler gemacht. Die erweiterte Implementierung, das eUTXO (Extended UTXO), ermöglicht die Ausführung von Smart Contracts bei gleichzeitiger Beibehaltung der Vorteile des ursprünglichen Modells. Genau das kritisiert Hoskinson: Ethereum versuche heute nachzubauen, was Cardano seit Jahren entwickelt und dokumentiert hat.

In den sozialen Netzwerken reagierte Hoskinson mit beißender Ironie und bezeichnete die Situation als „literally a crime“ – ein Verbrechen im symbolischen Sinne, nämlich intellektuelle Aneignung ohne Quellenangabe. Ein Auftritt, der die Communities beider Blockchains sofort in Aufruhr versetzte.

Eine technische Rivalität, die über bloße Polemik hinausgeht

Die Debatte zwischen Ethereum und Cardano ist nicht neu. Die beiden Ökosysteme stehen seit Jahren in grundlegenden Fragen gegeneinander: Entwicklungsgeschwindigkeit versus akademische Strenge, schnelle Adoption versus formale Robustheit. Hoskinson, ehemaliger Mitgründer von Ethereum, kennt die Stärken und Schwächen beider Protokolle besser als irgendjemand sonst.

Bemerkenswert ist die Dynamik, die dieser Vorschlag offenbart. Ethereum, der unbestrittene Marktführer bei Smart Contracts, greift auf Mechaniken zurück, die seine Konkurrenten zuerst entwickelt haben. Das zeugt von einer gewissen Reife der Branche, in der sich die besten Ideen letztlich durchsetzen – aber auch von einer wachsenden Spannung rund um die Anerkennung von Innovationen.

In der Cardano-Community fällt die Reaktion gemischt aus: Einige sehen darin eine Bestätigung des technischen Ansatzes von IOHK, während andere bedauern, dass Ethereum über eine weit überlegene Liquidität und Adoption verfügt, um Konzepte umzusetzen, für die Cardano lange um Akzeptanz kämpfen musste. Die Frage der Umsetzung bleibt zentral: Eine gute Architektur allein reicht nicht, wenn das Ökosystem nicht mitzieht.

Was diese Kontroverse über den Zustand der Blockchain-Innovation verrät

Jenseits des Ego-Kriegs zwischen Gründern wirft der EIP-7841 eine strukturelle Frage auf: Ist Innovation im Blockchain-Bereich überhaupt noch proprietär? In einem von Natur aus Open-Source-Ökosystem zirkulieren Ideen frei. Bitcoin hat Cardano beim UTXO-Modell inspiriert, Cardano hat es weiterentwickelt, und nun könnte sich Ethereum seinerseits daran bedienen.

Dieser Kreislauf gegenseitiger Inspiration ist für die Branche im Grunde gesund. Er erzeugt jedoch berechtigte Spannungen, wenn Quellen nicht explizit genannt werden. Die Ethereum-Community hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorwürfen von Hoskinson geäußert, und der EIP-7841 ist derzeit noch ein Diskussionsvorschlag – weit davon entfernt, validiert oder auf dem Mainnet eingesetzt zu werden.

Für Investoren und Entwickler, die beide Ökosysteme verfolgen, verdeutlicht diese Kontroverse: Der Blockchain-Krieg wird ebenso auf technischer wie auf narrativer Ebene ausgetragen. Und in diesem Kampf hat Hoskinson klar entschieden, die Gelegenheit zu nutzen, um Cardano als Vorreiter zu positionieren – eine Kommunikationsstrategie, die so kalkuliert wie wirkungsvoll ist.

Thomas

Thomas

Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).

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