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Goldman Sachs: 3 Gründe, warum 700 Milliarden Dollar an IPOs den Aktienmarkt nicht fluten werden
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Goldman Sachs: 3 Gründe, warum 700 Milliarden Dollar an IPOs den Aktienmarkt nicht fluten werden

Goldman Sachs widerlegt die Angst vor einer IPO-Schwemme 2025 – mit 3 konkreten Argumenten. Was das für Krypto und Bitcoin bedeutet.

Geschrieben von Thomas

Angepasst von 25 Juni 2026 am 14:21 von Thomas

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Die Angst vor einer Flut neuer Aktienemissionen beschäftigt Investoren seit mehreren Monaten. Goldman Sachs setzt sich gegen diese vorherrschende Stimmung durch und liefert eine dreiteilige Analyse, um die Befürchtungen zu zerstreuen.

Ben Snider, leitender US-Aktienstratege bei Goldman Sachs, erklärt, dass diese Sorge sogar größer sei als jene rund um KI oder das makroökonomische Umfeld — und dennoch unbegründet. Hier ist der Grund dafür.

700 Milliarden Dollar an IPOs: ein Rekordwert, aber mit Augenmaß

IPO-Unterlagen Goldman Sachs 2025

Goldman Sachs prognostiziert rund 700 Milliarden Dollar an Aktienemissionen im Jahr 2025, bestehend aus IPOs und Folgeemissionen (Follow-on Issuances). Ein Betrag, der in absoluten Zahlen einen historischen Rekord darstellt. Dennoch relativiert Ben Snider sofort: Gemessen an der Gesamtmarktkapitalisierung des US-Aktienmarkts entspricht dieser Betrag lediglich rund 1 % des Marktes.

Diese Quote liegt nicht nur unter dem langfristigen historischen Durchschnitt, sondern bewegt sich auf dem Niveau der Jahre 2015 bis 2019 — einer Periode, die als stabil und gesund für die Märkte gilt. Anders ausgedrückt: Der Kuchen ist so stark gewachsen, dass der Anteil der neuen Emissionen proportional bescheiden bleibt.

Der Stratege betont zudem, dass die Anzahl der Transaktionen im historischen Normbereich liegt, auch wenn ihr Einzelwert höher ist. Es sind einige wenige Mega-IPOs, die die Gesamtsumme in die Höhe treiben — keine Explosion beim Volumen der eingereichten Dossiers.

Aktienrückkäufe absorbieren den Druck noch vor den Investoren

Das dritte Argument von Goldman Sachs ist möglicherweise das strukturell bedeutsamste: Die Unternehmensnachfrage nach Aktien bleibt massiv größer als das Angebot. US-amerikanische Unternehmen dürften im Jahr 2025 die Marke von 1.000 Milliarden Dollar an Aktienrückkäufen (Buybacks) überschreiten — ebenfalls ein Rekordniveau.

Dieser Mechanismus wird in der Analyse von Marktflüssen häufig unterschätzt. Noch bevor Investmentfonds, Hedgefonds oder Privatanleger auch nur eine einzige neue Emission absorbieren müssen, kaufen die Unternehmen selbst ihre eigenen Aktien in einem Tempo zurück, das das Volumen der neu ausgegebenen Titel bei Weitem übersteigt. Das Angebot-Nachfrage-Gleichgewicht bleibt damit strukturell günstig.

Für Krypto-Investoren, die es gewohnt sind, On-Chain-Flows und Token-Burn-Mechanismen zu beobachten, ist diese Logik vertraut: Wenn die Angebotsvernichtung die Neuschöpfung übersteigt, lässt der Verkaufsdruck mechanisch nach. Buybacks spielen an den traditionellen Märkten eine analoge Rolle.

Was das für die globale Marktstimmung bedeutet

Die Analyse von Goldman Sachs erscheint in einem Umfeld, in dem die Marktstimmung bei risikobehafteten Anlagen fragil bleibt — Krypto eingeschlossen. Die Korrelation zwischen Aktienmärkten und Kryptowährungen hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt, insbesondere in Phasen von Liquiditätsstress. Eine Stabilisierung des Aktienmarkts reduziert daher mechanisch den Druck auf digitale Assets.

Wenn IPOs die verfügbare Liquidität nicht so stark abziehen, wie manche befürchten, verbleibt mehr freies Kapital, das sich in alternative Anlageklassen verlagern kann — darunter Bitcoin und Altcoins. Das Szenario einer globalen Liquiditätsaustrocknung durch neue Emissionen scheint damit von einem der einflussreichsten Akteure an der Wall Street vom Tisch gewischt zu sein.

Es bleibt abzuwarten, ob die Marktentwicklung diese These in den kommenden Quartalen bestätigen wird — insbesondere dann, wenn sich das makroökonomische Umfeld verschlechtert oder die Langfristzinsen wieder anziehen.

Thomas

Thomas

Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).

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