MARA und CleanSpark: Sollten Sie den Dip bei Bitcoin-Minern kaufen?
MARA und CleanSpark fallen nach Quartalsverlusten. Lohnt sich der Einstieg jetzt? Wir analysieren die Bitcoin-Miner und geben Ihnen die wichtigsten Infos.
MARA und CleanSpark fallen nach Quartalsverlusten. Lohnt sich der Einstieg jetzt? Wir analysieren die Bitcoin-Miner und geben Ihnen die wichtigsten Infos.
Die Veröffentlichung der Quartalsergebnisse schlug an den Märkten wie eine Bombe ein. MARA (ehemals Marathon Digital) meldete für das erste Quartal 2026 einen schwindelerregenden Nettoverlust von 1,3 Milliarden US-Dollar. Auch CleanSpark (CLSK) blieb nicht verschont und verzeichnete einen Nettoverlust von 378,3 Millionen US-Dollar.
Diese brutale Korrektur erklärt sich hauptsächlich durch buchhalterische Anpassungen im Zusammenhang mit dem Fair Value ihrer Bitcoin-Bestände. Allein MARA verzeichnete einen nicht zahlungswirksamen Verlust von 1 Milliarde US-Dollar auf seine Reserven. Infolgedessen erlitten die Aktien beider Unternehmen im nachbörslichen Handel ein heftiges Retracement, das einen Teil der während der jüngsten Rallye erzielten Gewinne wieder zunichtemachte.
Dennoch bleibt das globale Umfeld günstig. Der Preis für Bitcoin hält sich stabil über 81.000 $ und trotzt damit den Erwartungen der Bären. Doch der Rückgang der durch das Mining generierten Einnahmen – 18 % bei MARA und 25 % bei CleanSpark – zeigt, dass die Rentabilität der Betriebe durch die steigende Netzwerk-Schwierigkeit und die mangelnde Adaption auf eine harte Probe gestellt wird.
Angesichts dieses finanziellen Drucks weigern sich die Miner zu kapitulieren und suchen nach neuen Wachstumstreibern. Die Strategie ist klar: Diversifizierung der Einnahmequellen, um nicht mehr ausschließlich von den Schwankungen des Kryptomarktes abhängig zu sein.
MARA und CleanSpark vollziehen derzeit einen strategischen Pivot hin zur Künstlichen Intelligenz (KI) und zu High-Performance-Rechenzentren (HPC). Durch die Umrüstung eines Teils ihrer Energieinfrastrukturen hoffen diese Unternehmen, die explosive Nachfrage im KI-Sektor abzufangen. CleanSpark hat übrigens kürzlich seine vertraglich vereinbarte Energiekapazität verdoppelt, um diesen Übergang zu unterstützen.
Dieser Kurswechsel könnte durchaus der Katalysator für einen zukünftigen Breakout dieser Aktien sein. Investoren beobachten diesen Wandel genau und hoffen, dass die Vermietung von Rechenleistung an Tech-Giganten die sinkende Rentabilität des reinen Minings ausgleichen wird. Doch die Konkurrenz in diesem KI-Sektor ist noch härter als im Bereich des Bitcoin-Minings.
Übrigens hat Leopold Aschenbrenner zwei andere Bitcoin-Miner für sein Portfolio ausgewählt. Dieser junge Millionär hat sein Vermögen vor aller Augen mit einem Portfolio gemacht, das durch den Höhenflug von Sandisk oder auch Bloom Energy glänzte. In seinem Portfolio können wir die Präsenz von Coreweave, Core Scientific oder auch Cipher Mining beobachten.
Trotz dieser enttäuschenden Quartalsergebnisse bleiben die Fundamentaldaten dieser Giganten massiv. MARA behält seinen Status als Titan mit über 38.000 BTC in seiner Bilanz, während CleanSpark etwa 13.500 BTC hält. Diese kolossalen Reserven könnten sich als großer Trumpf erweisen, sollte Bitcoin in den kommenden Jahren ein neues ATH pulverisieren.
Stellt der Absturz der MARA- und CleanSpark-Aktien eine goldene Gelegenheit für mutige Investoren dar? Historisch gesehen gingen Phasen des Zweifels bei den Minern oft spektakulären Erholungen während eines Bullruns. voraus.
Die Tatsache jedoch, dass ein äußerst erfolgreicher Trader wie Aschenbrenner Coreweave oder auch Core Scientific gegenüber MARA oder CleanSpark bevorzugt, ist vielleicht ein Signal, dass man sich eher auf CRWW-Aktien konzentrieren sollte. Tatsächlich machen CRWW-Aktien mit rund 14 % seines Portfolios seine zweitgrößte Position aus. Dies deutet auf eine starke Überzeugung in die Zukunft von Coreweave hin.
Während der Übergang zur KI ihr Geschäftsmodell neu definieren könnte, bleibt die Frage offen: Ist dies der ideale Zeitpunkt, um den Bottom zu kaufen, oder wird der Markt den Bitcoin-Minern eine noch härtere Bereinigung aufzwingen?
Quellen:
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Charles Ledoux ist ein Experte für Bitcoin und neue Blockchain-Technologien. Er hat sein Studium an der Crypto Academy abgeschlossen und ist seit über einem Jahr auch als Bitcoin-Miner aktiv. Er hat zahlreiche Masterclasses verfasst, um Neueinsteiger in der Branche zu schulen, und mehr als 2000 Artikel geschrieben. Nun möchte er seine Leidenschaft für Krypto durch seine Artikel für InvestX weitergeben.
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