Strategy kauft eigene STRC-Aktien für 25 Mio. $ zurück und meidet Bitcoin zum fünften Mal in Folge
Strategy kauft erstmals STRC-Aktien für 25 Mio. $ zurück – und verzichtet fünf Wochen in Folge auf Bitcoin-Käufe. Was steckt dahinter?
Strategy kauft erstmals STRC-Aktien für 25 Mio. $ zurück – und verzichtet fünf Wochen in Folge auf Bitcoin-Käufe. Was steckt dahinter?
Zum fünften Mal in Folge hat Strategy keinen einzigen Satoshi gekauft. Stattdessen hat das Unternehmen von Michael Saylor zum allerersten Mal eigene Aktien seiner Vorzugsaktie STRC im Wert von 25 Millionen Dollar zurückgekauft. Ein Signal, das Fragen über die Weiterentwicklung der Bitcoin-Akkumulationsstrategie des Unternehmens aufwirft.
Gleichzeitig hat die Gesellschaft 544,5 Millionen Dollar durch den Verkauf von 5,4 Millionen MSTR-Aktien an den Märkten eingenommen – ohne einen einzigen Dollar davon in BTC zu reinvestieren. Die Liquidität wächst, doch Bitcoin wartet.
Hinter dieser Kaufpause zeichnet sich eine Bilanzlogik ab, die der Markt zunehmend zu entschlüsseln beginnt. Was diese Pause wirklich verrät, lesen Sie hier.
Strategy hat am Montag über eine regulatorische Einreichung und eine Veröffentlichung auf X offiziell bestätigt, zwischen dem 20. und 26. Juli im Rahmen seines At-the-Market-Programms (ATM) insgesamt 5.429.160 MSTR-Aktien verkauft zu haben – mit einem Nettoerlös von 544,5 Millionen Dollar. Keiner dieser Mittel wurde für den Kauf von Bitcoin eingesetzt – eine Entscheidung, die im klaren Widerspruch zum Image des aggressiven Akkumulators steht, das die Firma seit August 2020 aufgebaut hat.
Es ist die fünfte Kaufpause in Folge bei BTC. Strategy hält nach wie vor 843.775 Bitcoin in seiner Bilanz, die zum aktuellen Kurs mit mehr als 55 Milliarden Dollar bewertet werden. Doch die Akkumulationsdynamik, die den Ruf der Firma begründet hat, scheint ins Stocken geraten zu sein. CEO Phong Le bekräftigte, dass Strategy langfristig ein Bitcoin-Käufer bleibe – ohne jedoch einen konkreten Zeitplan für die Wiederaufnahme der Käufe zu nennen.
Das Unternehmen verfügt nun über eine Liquiditätsreserve von 3,75 Milliarden Dollar, die nach eigenen Angaben nicht für Aktienrückkäufe verwendet werden soll. Dieses Liquiditätspolster deutet auf eine defensive Haltung hin, die zum aktuellen Marktumfeld passt, in dem BTC um die 65.576 Dollar notiert – weit entfernt von seinen Allzeithochs.

Das bemerkenswerteste Ereignis dieser Woche ist nicht die ausgebliebene Bitcoin-Kaufaktivität, sondern der erste jemals durchgeführte Rückkauf der STRC-Aktie (Stretch) im Wert von 25 Millionen Dollar. STRC ist eines von mehreren Finanzinstrumenten, die Strategy entwickelt hat, um Investoren eine indirekte Exposition gegenüber Bitcoin über dividendenausschüttende Aktien zu ermöglichen.
Dieser STRC-Rückkauf ist Teil des Anfang Juli genehmigten Bilanzstärkungsplans. Strategy präsentiert ihn als Maßnahme zur finanziellen Stabilität – nicht als strategischen Rückzug aus dem Bitcoin-Engagement. Indem die Firma eigene dividendenzahlende Instrumente zurückkauft, reduziert sie künftige Zahlungsverpflichtungen und stützt gleichzeitig den Kurs dieser Wertpapiere am Sekundärmarkt.
Für Privatanleger verdeutlicht dieser Schritt die zunehmende Komplexität des finanziellen Ökosystems, das rund um Strategy entstanden ist. Zwischen MSTR, STRC und weiteren Derivatprodukten auf sein BTC-Engagement ist das Unternehmen längst mehr als ein reiner Bitcoin-Halter – es agiert heute als eine strukturierte Finanzholdinggesellschaft mit Bitcoin als Kernasset, mit eigenen Mechanismen des Kapitalmanagements.
Die MSTR-Aktie legte am Montag um knapp 7 Prozent zu, getragen von der Rückkaufankündigung und einer allgemein gestiegenen Risikobereitschaft an den Märkten. Doch dieser Rebound verdeckt eine düstere Realität: Seit dem 1. Januar verzeichnet MSTR einen Rückgang von rund 40 Prozent – eine Performance, die die enge Korrelation des Titels mit der Preisentwicklung von Bitcoin sowie die Kompression der Bewertungsmultiplikatoren widerspiegelt.
Strategy hat seit August 2020 rund 63,9 Milliarden Dollar in Bitcoin-Käufe investiert und sich damit als größter institutioneller Bitcoin-Halter weltweit etabliert. Das Modell hat eine Welle von Nachahmerunternehmen inspiriert – einige davon gehen sogar so weit, weitere Kryptowährungen in ihre Unternehmensbilanzen aufzunehmen, um ihren Aktienkurs anzukurbeln.
Die Frage, die sich Analysten nun stellen: Ist diese anhaltende Pause ein Zeichen gesteigerter Kapitaldisziplin – oder spiegelt sie eine nachlassende Überzeugung wider angesichts eines Bitcoin, der Mühe hat, an seine Niveaus vom Ende des Jahres 2024 anzuknüpfen? Die Antwort wird voraussichtlich mit dem nächsten Wochenbericht kommen – und der Entscheidung, ob die Käufe wieder aufgenommen werden oder nicht.
Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).
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