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Strategy und Bitcoin: Hält Saylors Flywheel einem Kurseinbruch von 40 % stand?
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Strategy und Bitcoin: Hält Saylors Flywheel einem Kurseinbruch von 40 % stand?

Seit dem Launch der STRC-Vorzugsaktie hat Bitcoin über 40 % verloren. Gerät Saylors BTC-Flywheel-Modell unter Druck? Eine Analyse.

Geschrieben von Thomas

Angepasst von 21 Juni 2026 am 14:07 von Thomas

bitcoin coin orange sur un fond orange avec trendline et bougies
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Seit dem Launch der Vorzugsaktie STRC von Strategy hat Bitcoin mehr als 40 % seines Wertes verloren. Eine brutale Korrektur, die das Akkumulationsmodell von Michael Saylor unter Druck setzt und die Kritik an der Tragfähigkeit des berühmten BTC Flywheel neu entfacht.

STRC, das eigentlich neue Bitcoin-Käufe über Kapitalerhöhungen finanzieren soll, wird inzwischen unter seinem Nennwert gehandelt. Ein Signal, das die BTC-Akkumulationsmaschine mechanisch ausbremst — und konkrete Fragen zur langfristigen Stabilität des Modells aufwirft.

Strategy bleibt einer der größten institutionellen Bitcoin-Halter weltweit. Doch zwischen Marktdruck, Analystenkriik und nachlassenden Zukäufen drängt sich die Frage auf: Ist das Flywheel noch „fine“?

STRC unter dem Nennwert: ein Alarmsignal für das Saylor-Modell

Der Mechanismus von Strategy basiert auf einer einfachen Logik: Kapital über Finanzinstrumente aufnehmen — Stammaktien MSTR, Wandelanleihen und inzwischen Vorzugsaktien wie STRK und STRC — um damit Bitcoin zu kaufen. Der steigende BTC-Kurs wertet die Bilanz auf, was weitere Kapitalaufnahmen ermöglicht — und noch mehr BTC-Käufe. Das ist das Flywheel.

Dieser Kreislauf setzt jedoch voraus, dass die Kapitalaufnahmeinstrumente für Investoren attraktiv bleiben. Doch STRC wird derzeit unter seinem Nennwert gehandelt, was bedeutet, dass der Markt dieses Instrument nicht mehr zu seinem fairen Wert bewertet. Die direkte Konsequenz: Strategy kann keine neuen STRC-Aktien mehr zu günstigen Konditionen emittieren, ohne seine Aktionäre stärker zu verwässern oder einen erheblichen Abschlag in Kauf zu nehmen.

Die lange Zeit marginalen Kritiker gewinnen an Glaubwürdigkeit. Einige Analysten weisen auf das Risiko eines umgekehrten Hebeleffekts hin: Fällt Bitcoin weiter, sinkt der Wert der Sicherheiten, die Refinanzierung der Schuldinstrumente wird teurer, und die Akkumulationskapazität schrumpft genau dann, wenn die Kurse am niedrigsten sind — das Gegenteil einer optimalen Kaufstrategie.

Bitcoin 1-Tages-Chart

Verlangsamung der BTC-Käufe: Die Zahlen sprechen für sich

Seit dem Hoch im November 2024 hat Strategy das Tempo seiner Bitcoin-Zukäufe spürbar gedrosselt. Wochen ohne einen einzigen Kauf häufen sich — ein starker Kontrast zur hohen Kadenz zwischen Mitte 2024 und Anfang 2025, als BTC zwischen 60.000 $ und 100.000 $ notierte. Diese Verlangsamung ist kein Zufall: Sie spiegelt direkt die Schwierigkeit wider, in einem ungünstigen Marktumfeld Kapital aufzunehmen.

Strategy hält heute mehr als 500.000 BTC, die laut den jüngsten Unternehmensangaben zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 66.000 $ erworben wurden. Bei einem Bitcoin-Kurs um die 80.000 $ ist die Position theoretisch noch im Plus. Doch der Net Asset Value (NAV) von MSTR — traditionell ein Aufschlag gegenüber dem Wert der gehaltenen BTC — hat sich komprimiert und damit eines der wichtigsten Verkaufsargumente der Aktie gegenüber institutionellen Investoren geschwächt.

An den Derivatemärkten zeigen Daten von CoinGlass eine hohe implizite Volatilität bei BTC auf kurze Sicht, was die Kalkulationen von Strategy für künftige Emissionen zusätzlich erschwert. Das Market Sentiment bleibt fragil, und die wichtigen Unterstützungsniveaus rund um 78.000 $ bis 80.000 $ werden von Tradern genau beobachtet.

Kann das Flywheel wieder anlaufen — und unter welchen Bedingungen?

Damit das Strategy-Modell wieder seine volle Schlagkraft entfalten kann, müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst würde eine nachhaltige Erholung des Bitcoin-Kurses über 90.000 $ bis 95.000 $ die Kapitalaufnahmeinstrumente wieder attraktiver machen und STRC die Rückkehr zu seinem Nennwert ermöglichen. Darüber hinaus könnte eine Wiederbelebung des institutionellen Appetits auf BTC-exponierte Produkte — insbesondere über Spot-ETFs — die Nachfrage nach Strategy-Titeln stützen.

Michael Saylor betont öffentlich, dass die Strategie „fine“ sei, und argumentiert, dass Strategy keinerlei Verpflichtung hat, seine BTC zu verkaufen, und über ausreichend Liquidität verfügt, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu bedienen. Diese Haltung absoluter Überzeugung ist sein Markenzeichen — und sie hat bereits deutlich schwerere Korrektionen überstanden, darunter den Bärenmarkt 2022.

Dennoch ist der makroökonomische Kontext 2025 ein anderer: weiterhin erhöhte Zinsen, anhaltende regulatorische Unsicherheit in den USA und ein Kryptomarkt, der noch auf die Katalysatoren des nächsten Zyklus wartet. Saylors Flywheel ist nicht zerbrochen — aber es dreht sich im Leerlauf, und jede Woche ohne BTC-Kauf ist eine Woche, in der die These auf die Probe gestellt wird.

Thomas

Thomas

Thomas ist Inhaber eines BTS-Diploms in Informatik mit Schwerpunkt SEO und zertifizierter Texter für Web und E-Commerce. Seit 2018 begeistert er sich für Blockchain-Technologien und Kryptowährungen. Als Spezialist für die Analyse von Marktzyklen im Kryptobereich begann er 2019 mit dem GPU-Mining – zunächst mit ETH, später mit einem Wechsel zu KASPA und Alephium (ALPH).

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